Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die KION Group verfolgt eine solide Finanzpolitik, die auf eine gute Kreditbonität mit verlässlichem Zugang zu Kapitalmärkten ausgerichtet ist. Durch ein angemessenes Finanzmanagement stellt die KION Group jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Erfüllung des operativen und strategischen Finanzbedarfs der Konzerngesellschaften zur Verfügung. Im Rahmen des Finanzmanagements strebt die KION Group grundsätzlich eine Optimierung der Finanzierungsstruktur und der Finanzierungskonditionen an. Darüber hinaus steuert die KION Group die Finanzbeziehungen zu Kunden und Lieferanten und begrenzt die finanziellen Risiken für Unternehmenswert und Ertragskraft. Diese umfassen insbesondere Währungs-, Zinsänderungs-, Kurs- sowie Kontrahenten- und Länderrisiken. So sichert die KION Group auch auf der Finanzierungsseite eine stabile Basis für ein profitables Wachstum.

Innerhalb des Konzerns wird der konzerninterne Finanzausgleich zentral über die KION GROUP AG gesteuert. So wird einerseits die Liquidität der Konzerngesellschaften bei der KION GROUP AG gebündelt und andererseits der Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften gedeckt. Die überwiegende Mehrheit der Konzerngesellschaften nimmt am konzernweiten Cashpool der KION GROUP AG teil. Dies ermöglicht ein einheitliches Auftreten der KION Group an den Kapitalmärkten und stärkt die Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Vereinzelt vereinbart der Konzern zusätzliche lokale Kreditlinien mit Banken und Leasinginstituten zugunsten einiger Konzerngesellschaften, um rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Als börsennotierte Unternehmensgruppe berücksichtigt die KION Group im Finanzmanagement die Interessen von Aktionären, den finanzierenden Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern. Im Interesse aller Stakeholder stellt die KION Group ein angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sicher. Die Fremdfinanzierung der KION Group hat derzeit eine bis zum Jahr 2030 reichende Fälligkeitsstruktur.

Die KION Group nimmt je nach Bedarf und Marktsituation auch die Finanzierungsmöglichkeiten des Kapitalmarkts in Anspruch. Deshalb ist die KION Group bestrebt, durch eine konsequente Umsetzung der Konzernstrategie ein vorausschauendes Risikomanagement und durch eine solide Finanzierung eine nachhaltig gute Bonität an den Kapital- und Finanzierungsmärkten sicherzustellen.

Im Rahmen der Bonitätsbeurteilungen der KION Group bestätigte Fitch Ratings das langfristige Emittentenrating von BBB bei stabilem Ausblick sowie ein kurzfristiges Rating von F2. Standard & Poor’s stufte im Juni 2025 das Rating um einen Notch auf BB+ mit stabilem Ausblick ab.

Gegenüber den Banken bestehende Zahlungsverpflichtungen von Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch die KION GROUP AG garantiert.

Um die finanzielle Flexibilität und die Zahlungsfähigkeit langfristig zu gewährleisten, verfügt die KION Group über eine Liquiditätsreserve in Form einer revolvierenden Kreditlinie sowie von Barmitteln.

Darüber hinaus werden zur Absicherung von Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden Zinsswaps abgeschlossen.

Die revolvierende Kreditlinie sowie einige Schuldscheindarlehen der KION GROUP AG sehen die Einhaltung von Kreditvereinbarungsklauseln vor. Darin vereinbart ist, dass ein maximaler Verschuldungsgrad (definiert als „Industrielle operative Netto-Finanzschulden“ in Relation zum EBITDA bereinigt) laufend getestet wird („Financial Covenant“). Zum 31. Dezember 2025 lag der entsprechende Ist-Verschuldungsgrad deutlich unter dem Limit des Financial Covenant.

Die Überschreitung des vereinbarten maximalen Verschuldungsgrads zieht das Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber nach sich.

Die für die revolvierende Kreditlinie vertraglich vereinbarten Zinskonditionen sind neben dem Rating der KION GROUP AG auch an die Einhaltung von Nachhaltigkeitskennzahlen des Konzerns geknüpft. Ebenso sind auch die Zinskonditionen eines im Oktober 2023 begebenen Schuldscheindarlehens an die Erfüllung von ESG-Zielvorgaben gekoppelt.

Wesentliche Kapitalmaßnahmen im Berichtszeitraum

Die KION GROUP AG hat im September 2025 die im Rahmen des EMTN-Programms begebene erste Unternehmensanleihe in Höhe von 500,0 Mio. € endfällig zurückgezahlt.

Kapitalstrukturanalyse

Die Passiva in der verkürzten Konzernbilanz, gegliedert in Eigenkapital sowie lang- und kurzfristige Schulden, setzten sich zum 31. Dezember 2025 wie folgt zusammen:

(Verkürzte) Bilanz – Passiva

in Mio. €

31.12.2025

in %

31.12.2024

in %

Veränderung

Eigenkapital

6.123,0

33,5 %

6.207,1

33,0 %

–1,4 %

 

 

 

 

 

 

Langfristige Schulden

7.065,2

38,6 %

7.088,1

37,7 %

–0,3 %

davon:

 

 

 

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

604,3

3,3 %

747,5

4,0 %

–19,2 %

Finanzverbindlichkeiten

903,8

4,9 %

1.002,0

5,3 %

–9,8 %

Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft

3.486,9

19,1 %

3.225,3

17,2 %

8,1 %

Verbindlichkeiten aus dem Kurzfristmietgeschäft

565,8

3,1 %

585,5

3,1 %

–3,4 %

Sonstige Rückstellungen

275,0

1,5 %

213,1

1,1 %

29,0 %

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Schulden

5.106,8

27,9 %

5.510,2

29,3 %

–7,3 %

davon:

 

 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten

155,1

0,8 %

698,3

3,7 %

–77,8 %

Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft

1.341,7

7,3 %

1.182,2

6,3 %

13,5 %

Verbindlichkeiten aus dem Kurzfristmietgeschäft

244,4

1,3 %

228,7

1,2 %

6,9 %

Vertragsverbindlichkeiten

655,3

3,6 %

778,6

4,1 %

–15,8 %

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.255,4

6,9 %

1.160,4

6,2 %

8,2 %

Sonstige Rückstellungen

335,5

1,8 %

269,4

1,4 %

24,5 %

Summe Passiva

18.294,9

100,0 %

18.805,4

100,0 %

–2,7 %

Die lang- und kurzfristigen Schulden reduzierten sich zum Jahresende 2025 auf 12.171,9 Mio. € (Vorjahr: 12.598,3 Mio. €). Die Veränderung resultierte hauptsächlich aus der Tilgung der Finanzverbindlichkeiten. Die langfristigen Schulden enthielten latente Steuerschulden in Höhe von 388,0 Mio. € (Vorjahr: 446,7 Mio. €).

Finanzschulden

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich zum Jahresende 2025 auf insgesamt 1.058,9 Mio. € (Vorjahr: 1.700,3 Mio. €). Der Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 903,8 Mio. € (Vorjahr: 1.002,0 Mio. €) resultierte vorwiegend aus fristigkeitsbedingten Umgliederungen in die kurzfristigen Passiva; dies betraf hauptsächlich zwei Tranchen von Schuldscheindarlehen. Der Buchwert der langfristigen Schuldscheindarlehen betrug nunmehr 376,9 Mio. € (Vorjahr: 449,1 Mio. €). Darüber hinaus beinhalteten die langfristigen Finanzverbindlichkeiten die im November 2024 begebene zweite Unternehmensanleihe des EMTN-Programms mit einem Buchwert von 496,8 Mio. € (Vorjahr: 496,0 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 29,3 Mio. € (Vorjahr: 56,7 Mio. €).

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich zum Jahresultimo auf 155,1 Mio. € (Vorjahr: 698,3 Mio. €), hauptsächlich bedingt durch die Rückzahlung der im September 2025 fällig gewordenen Unternehmensanleihe in Höhe von 500,0 Mio. €. Daneben wurden im Berichtszeitraum Schuldscheindarlehen in Gesamthöhe von 127,5 Mio. € teilweise vorzeitig zurückgezahlt; zum Bilanzstichtag betrug der Buchwert der kurzfristig fälligen Schuldscheindarlehen 25,0 Mio. € (Vorjahr: 79,5 Mio. €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bewegten sich mit 88,7 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (90,2 Mio. €). Die syndizierte revolvierende Kreditlinie (RCF) wurde zum Bilanzstichtag ebenso wie zum Vorjahreszeitpunkt nicht in Anspruch genommen.

Die Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel) konnten bis zum Jahresende 2025 auf 584,0 Mio. € (Vorjahr: 913,2 Mio. €) abgebaut werden. Dies entsprach dem 0,3-Fachen (Vorjahr: 0,5-Faches) des EBITDA bereinigt auf annualisierter Basis. Zur Überleitung auf die industriellen operativen Netto-Finanzschulden (INOD) zum Jahresende 2025 in Höhe von 2.158,3 Mio. € (Vorjahr: 2.497,5 Mio. €) werden zu den Netto-Finanzschulden die Verbindlichkeiten aus dem Kurzfristmietgeschäft in Höhe von 810,2 Mio. € (Vorjahr: 814,1 Mio. €) sowie die Verbindlichkeiten aus Beschaffungsleasing in Höhe von 764,1 Mio. € (Vorjahr: 770,1 Mio. €) hinzugerechnet. Der Verschuldungsgrad auf Basis der industriellen Netto-Finanzschulden (INOD) betrug das 1,2-Fache (Vorjahr: 1,3-Faches) des EBITDA bereinigt auf annualisierter Basis.

Industrielle Netto-Finanzschulden

in Mio. €

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Schuldscheindarlehen

401,9

528,5

–24,0 %

Anleihen

496,8

995,2

–50,1 %

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

118,0

146,9

–19,7 %

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

42,2

29,6

42,5 %

Finanzverbindlichkeiten

1.058,9

1.700,3

–37,7 %

Abzüglich flüssiger Mittel

–474,9

–787,0

39,7 %

Netto-Finanzschulden

584,0

913,2

–36,0 %

Verbindlichkeiten aus dem Kurzfristmietgeschäft

810,2

814,1

–0,5 %

Verbindlichkeiten aus Beschaffungsleasing

764,1

770,1

–0,8 %

Industrielle operative Netto-Finanzschulden (INOD)

2.158,3

2.497,5

–13,6 %

Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen

527,5

666,9

–20,9 %

Industrielle Netto-Finanzschulden (IND)

2.685,8

3.164,4

–15,1 %

 

 

 

 

EBITDA bereinigt1

1.867,5

1.945,0

–4,0 %

 

 

 

 

Verschuldungsgrad auf Basis Netto-Finanzschulden

0,3

0,5

Verschuldungsgrad auf Basis INOD

1,2

1,3

Verschuldungsgrad auf Basis IND

1,4

1,6

1

Bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen sowie Einmal- und Sondereffekte

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die KION Group unterhält in vielen Ländern Pensionspläne, die den gesetzlichen Anforderungen der national gängigen Praxis und somit der Situation in den jeweiligen Staaten entsprechen. Dabei handelt es sich um leistungsorientierte Pensionspläne, beitragsorientierte Pensionspläne und gemeinschaftliche Pläne mehrerer Konzerngesellschaften. Zum 31. Dezember 2025 verminderten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen leistungsorientierter Pensionspläne auf insgesamt 604,3 Mio. € (Vorjahr: 747,5 Mio. €), maßgeblich bedingt durch die insgesamt gestiegenen Abzinsungsfaktoren. Die Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen, definiert als der Barwert der zugehörigen Verpflichtungen nach Abzug des Planvermögens, belief sich auf 527,5 Mio. € (Vorjahr: 666,9 Mio. €). Die Änderung von Schätzungen in Bezug auf leistungsorientierte Pensionszusagen führte dabei zu einer Erhöhung des Eigenkapitals (nach latenten Steuern) um 71,2 Mio. €.

Beiträge zu ganz oder teilweise über Fonds finanzierten Pensionsplänen werden wie erforderlich eingezahlt, um über ausreichende Vermögenswerte zu verfügen und damit die zukünftigen Pensionszahlungen an die Teilnehmer der Pensionspläne leisten zu können. Diese Beiträge werden durch Faktoren wie beispielsweise Finanzierungsstatus, rechtliche und steuerliche Erwägungen und lokale Besonderheiten bestimmt. Für die wesentlichen Pensionszusagen der KION Group wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von insgesamt 87,6 Mio. € (Vorjahr: 84,5 Mio. €) geleistet, in denen hauptsächlich vom Unternehmen direkt gewährte Versorgungsleistungen in Höhe von 29,8 Mio. € (Vorjahr: 27,0 Mio. €) sowie die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 57,7 Mio. € (Vorjahr: 57,5 Mio. €) enthalten waren. Wie im Vorjahr umfassten diese Zahlungen eine Sonderdotierung von 50,0 Mio. € zur Erhöhung des Ausfinanzierungsgrads der Pensionspläne in Deutschland.

Verbindlichkeiten aus dem Leasing- und dem Kurzfristmietgeschäft

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft erhöhten sich zum Bilanzstichtag 2025 auf 4.828,6 Mio. € (Vorjahr: 4.407,5 Mio. €). Davon entfielen 4.714,6 Mio. € (Vorjahr: 4.280,5 Mio. €) auf die Refinanzierung des direkten Leasinggeschäfts und 114,0 Mio. € (Vorjahr: 127,0 Mio. €) auf die aus dem indirekten Leasinggeschäft begründeten Rücknahmeverpflichtungen.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Kurzfristmietgeschäft betrugen insgesamt 810,2 Mio. € (Vorjahr: 814,1 Mio. €).

Sonstige Rückstellungen

Die lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen erhöhten sich zum Jahresende 2025 auf 610,5 Mio. € (Vorjahr: 482,6 Mio. €). Der Anstieg resultierte vorwiegend aus den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 282,3 Mio. €, die sich durch die Bewertung aktienbasierter Vergütungen sowie die Maßnahmen des Effizienzprogramms signifikant gegenüber dem Vorjahr (152,1 Mio. €) erhöht haben. Darüber hinaus betrafen die sonstigen Rückstellungen Verpflichtungen aus Gewährleistungs- und Produktgarantien in Höhe von 158,9 Mio. € (Vorjahr: 169,9 Mio. €), Verpflichtungen aus verlustbringenden Verträgen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft im Segment Supply Chain Solutions, in Höhe von 60,3 Mio. € (Vorjahr: 68,3 Mio. €) sowie sonstige Verpflichtungen in Höhe von 109,1 Mio. € (Vorjahr: 92,3 Mio. €).

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die lang- und kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag 2025 auf insgesamt 907,0 Mio. € (Vorjahr: 977,0 Mio. €). Darin enthalten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Beschaffungsleasingverhältnissen in Höhe von 764,1 Mio. € (Vorjahr: 770,1 Mio. €), denen auf der Aktivseite bilanzierte Nutzungsrechte gegenüberstehen.

Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten, die im Wesentlichen erhaltene Kundenanzahlungen im Rahmen des langfristigen Projektgeschäfts des Segments Supply Chain Solutions betreffen, lagen zum Jahresende mit 655,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert (778,6 Mio. €).

Eigenkapital

Das Konzern-Eigenkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2025 um 84,1 Mio. € auf 6.123,0 Mio. € (Vorjahr: 6.207,1 Mio. €). Positiv wirkten sich dabei das im Berichtsjahr erwirtschaftete Konzernergebnis in Höhe von 240,5 Mio. € sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Rahmen der Pensionsbewertung in Höhe von 71,2 Mio. € (nach latenten Steuern) aus. Dem standen erfolgsneutrale Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von –306,2 Mio. € sowie die im Juni 2025 von der KION GROUP AG geleistete Dividendenausschüttung, die das Eigenkapital um 107,5 Mio. € reduzierte, gegenüber. Die Eigenkapitalquote lag wegen der niedrigeren Bilanzsumme mit 33,5 Prozent über dem Niveau per Ende 2024 (33,0 Prozent).

Investitionsanalyse

Die von der KION Group im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Nutzungsrechte aus dem Beschaffungsleasing) führten zu Auszahlungen in Höhe von –395,7 Mio. € (Vorjahr: –462,9 Mio. €). Der niedrigere Wert im Vergleich zum Vorjahr war auf den sukzessiven Abschluss strategischer Investitionsprojekte zurückzuführen – wie etwa die Mitte 2025 erfolgte Inbetriebnahme des KION Regional Distribution Center Europe in Kahl am Main, eines hochautomatisierten Ersatzteil-Distributionszentrums, das eine noch schnellere und zuverlässigere Ersatzteilversorgung der Kunden beider operativen Segmente in Zentraleuropa ermöglichen soll. Die weiteren Investitionsschwerpunkte lagen im Segment Industrial Trucks & Services neben der Produktentwicklung bei der Erweiterung und Modernisierung von Produktions- und Technologiestandorten. Die Investitionen im Segment Supply Chain Solutions betrafen vorwiegend Entwicklungen von Automatisierungslösungen.

Das Bestellobligo für Investitionen in Gegenstände des Anlagevermögens betrug zum Bilanzstichtag 41,8 Mio. € (Vorjahr: 36,6 Mio. €).

Liquiditätsanalyse

Das Liquiditätsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil des zentralen Finanzmanagements der KION Group. Zu den Liquiditätsquellen zählen flüssige Mittel, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Mittelzuflüsse sowie verfügbare Kreditlinien. Ein zentral organisiertes Cashpooling ermöglicht eine gezielte Steuerung der Liquidität, sodass den Konzerngesellschaften jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln reduzierte sich zum 31. Dezember 2025 auf 474,9 Mio. € (Vorjahr: 787,0 Mio. €), wovon 474,2 Mio. € (Vorjahr: 786,5 Mio. €) uneingeschränkt zur Verfügung standen.

Unter Berücksichtigung der noch frei verfügbaren, zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommenen Kreditlinie in Höhe von 1.385,7 Mio. € (Vorjahr: 1.385,7 Mio. €) standen der KION Group zum Jahresende 2025 frei verfügbare liquide Mittel in einer Gesamthöhe von 1.859,9 Mio. € (Vorjahr: 2.172,2 Mio. €) zur Verfügung.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die KION Group einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.131,8 Mio. € (Vorjahr: 1.170,6 Mio. €). Neben dem operativen Ergebnis zahlte insbesondere der deutliche Abbau des Net Working Capital positiv auf die gute Entwicklung ein. Gegenläufig wirkten sich unter anderem die im Vorjahresvergleich niedrigeren Ertragsteuerzahlungen sowie die Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen aus, die wie im Vorjahr eine Sonderdotierung umfassten. Die im Berichtszeitraum erfassten Aufwendungen für die Umsetzung des Effizienzprogramms waren dagegen zu einem wesentlichen Teil noch nicht zahlungswirksam.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit verringerten sich im Berichtsjahr 2025 auf –422,3 Mio. € (Vorjahr: –468,6 Mio. €). Die darin enthaltenen Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Nutzungsrechte aus dem Beschaffungsleasing) betrugen –395,7 Mio. € (Vorjahr: –462,9 Mio. €), wovon 123,5 Mio. € (Vorjahr: 133,2 Mio. €) auf aktivierte Entwicklungskosten und 272,2 Mio. € (Vorjahr: 329,7 Mio. €) auf sonstige langfristige Vermögenswerte entfielen. Die im zurückliegenden Geschäftsjahr getätigten Auszahlungen für Akquisitionen in einer Gesamthöhe von –34,6 Mio. € (Vorjahr: –36,7 Mio. €) betrafen hauptsächlich den Ausbau des internationalen Vertriebsnetzwerks im Segment Industrial Trucks & Services sowie nachträgliche Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe aus dem Vorjahr.

Der Free Cashflow des Konzerns – die Summe aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit – präsentierte sich im zurückliegenden Geschäftsjahr auf einem erneut starken Niveau und lag mit 709,5 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (702,0 Mio. €).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit stieg im zurückliegenden Geschäftsjahr auf –1.011,8 Mio. € (Vorjahr: –224,7 Mio. €). Dabei wurde die gute Liquiditätsentwicklung zum Abbau der Netto-Finanzschulden genutzt. Darüber hinaus umfasste der Mittelabfluss insbesondere höhere Zins- und Tilgungsanteile aus dem Beschaffungsleasing von insgesamt –217,6 Mio. € (Vorjahr: –175,0 Mio. €) sowie leicht rückläufige Zinsauszahlungen in Höhe von –63,5 Mio. € (Vorjahr: –69,1 Mio. €). Die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der KION GROUP AG führte zu einem Mittelabfluss von –107,5 Mio. € (Vorjahr: –91,8 Mio. €).

(Verkürzte) Kapitalflussrechnung

in Mio. €

2025

2024

Veränderung

EBIT

500,9

777,8

–35,6 %

+ Abschreibungen1 auf langfristige Vermögenswerte (ohne Leasing- und Mietvermögen)

588,5

546,3

7,7 %

+ Netto-Veränderungen aus dem Leasinggeschäft (inkl. Abschreibungen1 und Auflösungen von passiven Abgrenzungsposten)

–63,4

–76,4

17,1 %

+ Netto-Veränderungen aus dem Kurzfristmietgeschäft (inkl. Abschreibungen1)

–0,6

47,4

< −100,0 %

+ Veränderungen Net Working Capital

257,8

243,0

6,0 %

+ Gezahlte Ertragsteuern

–250,5

–302,9

17,3 %

+ Veränderungen sonstige Rückstellungen

146,0

19,3

> 100,0 %

+ Sonstige

–46,9

–83,9

44,1 %

= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

1.131,8

1.170,6

–3,3 %

+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit

–422,3

–468,6

9,9 %

davon Auszahlungen für aktivierte Entwicklungskosten

–123,5

–133,2

7,3 %

davon Auszahlungen aus dem Zugang von sonstigen langfristigen Vermögenswerten

–272,2

–329,7

17,4 %

davon aus Akquisitionen

–34,6

–36,7

5,8 %

davon aus der Veräußerung von Tochterunternehmen/sonstigen Geschäftseinheiten

10,3

–100,0 %

davon aus sonstiger Investitionstätigkeit

8,0

20,8

–61,6 %

= Free Cashflow

709,5

702,0

1,1 %

+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

–1.011,8

–224,7

< −100,0 %

+ Währungseinflüsse flüssige Mittel

–9,8

–2,1

< −100,0 %

= Nettoveränderung der flüssigen Mittel

–312,1

475,2

< −100,0 %

1

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