ESRS E1 – Klimawandel
Das wesentliche Thema „Klimawandel“ wird in der KION Group über das strategische Handlungsfeld „Climate and energy“ gesteuert.
Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1)
In der bisherigen Nachhaltigkeitsstrategie der KION Group ist die Entwicklung eines Übergangsplans für den Klimaschutz fest verankert. Derzeit arbeitet die KION Group an der Ausgestaltung dieses Übergangsplans gemäß ESRS, sodass in diesem Kapitel die Fortschritte hinsichtlich der Klimaziele im Geschäftsjahr 2025 dargelegt werden.
Aufbauend auf den seit 2018 verfolgten Klimazielen und der 2021 überarbeiteten Klimastrategie hat sich die KION Group 2023 verpflichtet, bis spätestens 2050 Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Netto-Null zu reduzieren. Diese Zielsetzung wurde 2024 durch die SBTi formell gewürdigt. Die gesetzten Ziele decken die Reduktion der THG-Emissionen in Scope 1, 2 und 3 ab und sind in der Nachhaltigkeitsstrategie der KION Group verankert. Weitere Informationen zu den Klimazielen und Konzepten zum Klimaschutz sind im Kapitel „Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“ zu finden.
Fortschritte im Berichtsjahr 2025
Im Berichtsjahr 2025 wurde zur Erreichung der mittelfristigen Klimaziele mit einem sektorübergreifenden Reduktionspfad von 42 Prozent für Scope 1 und 2 bis zum Jahr 2030 die Net-Zero-Strategie präzisiert. Den Schwerpunkt bildete dabei die weitere Ausarbeitung und Quantifizierung wesentlicher Dekarbonisierungshebel, die stärker in den strategischen Zielsetzungsprozess integriert wurden. Die dafür erforderlichen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels sind Bestandteil des Strategie- und Planungsprozesses der KION Group.
Ein weiterer Fokus lag auf der Quantifizierung von Zwischenzielen für den Ausbau erneuerbarer Energien, einschließlich der Festlegung einer konkreten Zielgröße bis 2030.
Für das Geschäftsjahr 2025 wurde die Energieintensität als kurzfristiges ESG-Ziel in die variable Vergütung für die leitenden Angestellten und den Vorstand des Konzerns neu aufgenommen. Für die langfristige Vergütung wurde bereits im Vorjahr das ESG-Ziel der THG-Emissionen (Scope 1 und 2) für den LTI 2024 bis 2026 festgelegt.
Wesentliche Auswirkungen und Risiken und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell im Zusammenhang mit dem Klimawandel (E1 SBM-3)
Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden negative Auswirkungen sowie ein Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel, einschließlich des unternehmensspezifischen Unterthemas „Energieeffiziente Produkte“, als wesentlich bewertet. Hinsichtlich der im Folgenden beschriebenen Auswirkungen im Zusammenhang mit den THG‑Emissionen besteht die Einschätzung, dass diese Emissionen kaum oder nur langfristig umkehrbar sind.
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Wertschöpfungskette |
Zeitraum |
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Unterthema |
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Vorgelagert |
Eigene Geschäftstätigkeit |
Nachgelagert |
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Klimaschutz |
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Eigene Produktion und Anlagen |
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Produktion von Primäraluminium |
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Produktion von Stahl |
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Einkauf von vorgefertigten Teilen |
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Geschäftsreisen |
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Transport und Logistik |
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Produktnutzungsphase und Behandlung am Ende der Lebensdauer |
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Energie |
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Energieeinsatz |
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Energieeffiziente Produkte (unternehmensspezifisch) |
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Globale Elektrifizierung des Produktportfolios |
Auswirkung (+) |
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Auswahl von Materialien mit einem hohen CO2-Fußabdruck |
Auswirkung (–) |
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Anpassung an den Klimawandel |
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Extreme Wetterereignisse in der Lieferkette |
Risiko |
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Eigene Produktion und Anlagen (negative Auswirkung)
Im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit hat die KION Group durch den Einsatz fossiler Brennstoffe und den Einkauf fossiler Energie einen Einfluss auf den Klimawandel. Dies umfasst sowohl den mobilen Verbrauch durch Firmenfahrzeuge als auch den stationären Verbrauch in der Produktion und in Anlagen. Fossile Energie wird an den Standorten der KION Group, sowohl an Produktionsstätten als auch an Verwaltungsstandorten, überwiegend für Prozess- und Heizwärme sowie für den Betrieb der Fahrzeugflotten verwendet.
Die Auswirkungen sind infolge der internationalen Präsenz des Konzerns global verteilt. Die THG-Emissionen aus eigener Geschäftstätigkeit betrugen im Jahr 2025 112 kt CO2eq (Scope 1 und Scope 2 (marktbezogen)).
Die Geschäftstätigkeiten der KION Group bedingen einen entsprechenden Energiebedarf, der jedoch nicht notwendigerweise aus fossilen Quellen stammen muss. Unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten gesetzlichen, marktwirtschaftlichen und technologischen Veränderungen kann die KION Group ihre Strategie und ihr Geschäftsmodell dahingehend ausrichten, dass sie perspektivisch von der Nutzung fossiler Brennstoffe und damit einhergehenden THG-Emissionen weiter abrückt.
Produktion von Primäraluminium (negative Auswirkung)
Die von der KION Group beschafften Waren und Bauteile enthalten unter anderem Aluminium. Der Abbau und die Verarbeitung von Primäraluminium und recyceltem Aluminium finden in der vorgelagerten Wertschöpfungskette statt, verbrauchen Energie und sind mit entsprechenden THG-Emissionen verbunden. Die Auswirkungen sind infolge des umfassenden Lieferantenstamms des Konzerns global verteilt.
Die Geschäftstätigkeiten der KION Group umfassen unter anderem die Fertigung von Flurfördertechnik, in der Aluminium zum Einsatz kommt. Der Einsatz geeigneter, emissionsarmer Schlüsseltechnologien in der vorgelagerten Aluminiumproduktion stellt einen wirkungsvollen Hebel zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen dar. Aufgrund derzeit fehlender technologischer Alternativen ist in der Konzernstrategie keine Maßnahme zur Substitution vorgesehen.
Produktion von Stahl (negative Auswirkung)
Da Stahl ein wichtiger Rohstoff für die KION Group und ein notwendiger Bestandteil der eingekauften Montageteile für die eigene Produktion ist, entstehen THG-Emissionen aus der Stahlproduktion in der vorgelagerten Lieferkette des Konzerns. Die Auswirkungen sind jedoch infolge des umfassenden Lieferantenstamms des Konzerns global verteilt.
Die Geschäftstätigkeiten der KION Group umfassen die Fertigung von Flurförderzeugen, Förderanlagen und Hebeausrüstungen, in der Stahl zum Einsatz kommt. Der Einsatz geeigneter, emissionsarmer Schlüsseltechnologien in der vorgelagerten Herstellung und Verarbeitung von Stahl stellt einen wirkungsvollen Hebel zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen dar. Aufgrund derzeit fehlender technologischer Alternativen ist in der Konzernstrategie keine Maßnahme zur Substitution vorgesehen.
Einkauf von vorgefertigten Teilen (negative Auswirkung)
Bezogene Vorprodukte aus Stahl, Kunststoffen, elektronischen Teilen, Kabeln, Dauermagneten und Verbindungselemente sind wichtige Materialien, Komponenten und Bauteile, die in den Fertigungsprozessen der KION Group verwendet werden. Diese vorgefertigten Teile verursachen THG-Emissionen in der vorgelagerten Lieferkette. Die Auswirkungen sind infolge des umfassenden Kundenstamms des Konzerns global verteilt.
Die Geschäftstätigkeiten der KION Group umfassen die Herstellung von Flurfördertechnik und Automatisierungslösungen, mit denen die Verwendung vorgefertigter Teile und Komponenten einhergeht. Der Einsatz geeigneter, emissionsarmer Schlüsseltechnologien in der vorgelagerten Produktion und Verarbeitung der zugekauften Vorprodukte stellt einen wirkungsvollen Hebel zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette dar. Aufgrund derzeit fehlender technologischer Alternativen ist in der Konzernstrategie aktuell keine Maßnahme zur Substitution dieser zugekauften Vorprodukte vorgesehen. Die Verwendung von mit kohlenstoffarmen oder kohlenstofffreien Technologien hergestellten vorgefertigten Teilen würde die Strategie nicht beeinträchtigen.
Geschäftsreisen (negative Auswirkung)
Geschäftsreisen verursachen THG-Emissionen, die sich negativ auf das Klima auswirken. THG-Emissionen aus Geschäftsreisen sind Teil der vorgelagerten Wertschöpfungskette des Konzerns. Die Auswirkungen sind infolge der internationalen Präsenz des Konzerns global verteilt.
Die Geschäftstätigkeiten der KION Group erfordern ein gewisses Maß an Reisetätigkeit, zum Beispiel für Reisen zu Kunden und Lieferanten sowie zur Ermöglichung von Terminen unter Teilnahme von Mitarbeitern verschiedener weltweiter Standorte. Die KION Group hält ihre Mitarbeiter dazu an, die Reisetätigkeiten einzuschränken und dadurch kontinuierlich die THG-Emissionen zu verringern. Dieses Ziel wird durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung mithilfe virtueller Besprechungen und durch Showrooms für Kunden unterstützt.
Transport und Logistik (negative Auswirkung)
Das Geschäft der KION Group ist auf den Transport von Waren angewiesen. Der Transport von Rohstoffen von den Lieferanten zu den Standorten der KION Group und der Transport von halb- und vorgefertigten Produkten zwischen den Standorten der KION Group sowie zu Kunden- und Händlerstandorten verursacht THG-Emissionen. Die Auswirkungen sind infolge des umfassenden Lieferanten- und Kundenstamms des Konzerns global verteilt.
Aufgrund der globalen Produktionsstandorte der KION Group sind die negativen Auswirkungen von Transport und Logistik insbesondere in der vorgelagerten Wertschöpfungskette verortet. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit setzt die KION Group, unterstützt durch zentrale Distributionszentren und überwiegend kurze Transportwege, eine begrenzte Anzahl eigener Transportfahrzeuge für Fahrten zwischen den Unternehmensstandorten ein. Ein Großteil der Transporte wird von externen Dienstleistern durchgeführt.
Produktnutzungsphase und Behandlung am Ende der Lebensdauer (negative Auswirkung)
Die Produkte der KION Group verursachen THG-Emissionen während ihrer Nutzungsphase. Während elektrische Fahrzeuge je nach Strommix potenziell niedrigere Emissionen verursachen, können die produzierten Flurförderzeuge mit Verbrennungsmotoren von der Nutzungsphase bis zum Ende des Produktlebenszyklus eine erhebliche Quelle von THG-Emissionen sein. Diese THG-Emissionen tragen zum Klimawandel und zu den damit verbundenen negativen Auswirkungen bei und sind infolge des umfassenden Kundenstamms des Konzerns global verteilt.
THG-Emissionen aus der Nutzungsphase und dem Ende der Lebensdauer von Produkten sind direkt mit dem Geschäftsmodell des Konzerns verbunden. Gegenwärtig verursacht jedes verkaufte Produkt und jedes Kundenprojekt THG-Emissionen aufgrund des Energiebedarfs während der Nutzungsphase und der Behandlung am Ende der Lebensdauer. Daher ist in der Konzernstrategie sowohl die Reduzierung des Energieverbrauchs von Fahrzeugen als auch die Verringerung des Anteils an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verankert. Der Einsatz bereits elektrisch betriebener Fahrzeuge ist klimaverträglich, sofern der verwendete Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Zusätzlich soll das Angebot um weitere alternative Antriebsarten ausgebaut werden.
Diese negative Auswirkung ist direkt mit den Geschäftstätigkeiten der KION Group verbunden, jedoch ist sie in der nachgelagerten Wertschöpfungskette verortet. Über die eigene Produktentwicklung und Verkaufsstrategie kann die KION Group treibhausgasarme Produkte priorisieren, der Konzern hat aber keine Kontrolle über die Nutzungsphase und den Strommix seiner Kunden.
Energieeinsatz (negative Auswirkung)
Die KION Group verbraucht an sämtlichen Standorten weltweit Energie, insbesondere Strom. Obwohl bereits 97,2 Prozent des 2025 im Konzern verwendeten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen (Vorjahr: 73,8 Prozent), lagen die THG-Emissionen aus der Erzeugung des eingekauften Stroms unter Anwendung der marktbezogenen Berechnungsmethode in Scope 2 bei 2,7 kt CO2eq (Vorjahr: 33,6 kt CO2eq). Die KION Group nutzt auch direkt fossile Energieträger im eigenen Betrieb. Dazu zählen unter anderem Diesel, Benzin, Erdgas und Koks. Die Nutzung dieser weiteren Energieträger verursachte im Jahr 2025 etwa 105 kt CO2eq THG-Emissionen in Scope 1. Die Auswirkungen der THG-Emissionen sind infolge der internationalen Präsenz des Konzerns global verteilt.
Die Geschäftstätigkeit der KION Group erfordert Energie, aber nicht notwendigerweise aus fossilen Quellen. Strom wird für den Betrieb von Elektrogeräten, elektrischen Staplern sowie teilweise für Heizungen verwendet, während fossile Brennstoffe im Konzernfuhrpark, in Fertigungsprozessen, für Raumheizungen und Betriebskantinen sowie in verkauften Produkten mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden, die mit einer Vorbefüllung des Tanks an Kunden ausgeliefert werden. Die Mehrzahl der derzeit mit fossilen Brennstoffen betriebenen Geräte soll in Zukunft schrittweise auf Strom aus erneuerbaren Quellen umgestellt werden. Der Zeitplan für die Umstellung richtet sich nach den geplanten Ersatzzyklen der Geräte sowie nach der Verfügbarkeit und dem Reifegrad neuer Technologien. So soll beispielsweise die Umstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf Elektroantriebe mit der Erneuerung von Leasingverträgen abgestimmt werden, was gleichzeitig vom Reifegrad der Ladeinfrastruktur in der jeweiligen Region abhängt. Vor dem Hintergrund der erwarteten politischen, marktwirtschaftlichen und technologischen Veränderungen in der Zukunft könnten sich das Geschäftsmodell und die Konzernstrategie der KION Group vollständig von mit fossilen Brennstoffen verbundenen THG-Emissionen abwenden.
Globale Elektrifizierung des Produktportfolios (positive Auswirkung)
Die positiven Auswirkungen einer globalen Elektrifizierung des Produktportfolios sind direkt mit der zukünftigen Geschäftsentwicklung der KION Group verbunden, da die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen und damit der Gesamtabsatz bei der KION Group in den letzten Jahren spürbar angestiegen ist. Viele Produkte und Dienstleistungen der KION Group im Segment Industrial Trucks & Services sind mit elektrischem Antrieb erhältlich und können die gleiche Leistung wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor liefern. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der KION Group und unterstützt die strategische Ausrichtung des Produktportfolios.
Vor dem Hintergrund aktueller Markttrends und des fortschreitenden Klimawandels wird die weitere Elektrifizierung der Produkte und Lösungen der KION Group als integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie auch langfristig verfolgt.
Die intensivierte Elektrifizierung der Produkte und Lösungen der KION Group hat positive Auswirkungen, da der Energiebedarf in der Nutzungsphase einen wesentlichen Einfluss auf die Treibhausgasbilanz der Produkte besitzt. Wenn elektrische Fahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden, kann das zur Verringerung der THG-Emissionen beitragen.
Auswahl von Materialien mit einem hohen CO2-Fußabdruck (negative Auswirkung)
Die Auswahl von Materialien und Waren mit geringeren THG-Emissionen kann die Umweltbilanz von Produkten der KION Group (hauptsächlich Kategorie 3.1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“) und die Emissionen durch deren Nutzung beim Kunden (Kategorie 3.11 „Nutzung verkaufter Produkte“) verbessern. Die KION Group hat damit begonnen, den Status ihres Produktportfolios unter diesem Gesichtspunkt zu prüfen, und arbeitet an der Einführung von entsprechenden Maßnahmen, um die in ihren Produkten verwendeten Materialien gemäß ihrer CO2-Bilanz zu optimieren. Die Auswirkungen sind direkt mit dem Geschäft der KION Group verbunden, da Produkte mit niedriger oder Netto-Null-THG-Bilanz Umstellungen in der Produktentwicklung und -fertigung sowie im strategischen Management der Lieferkette erfordern.
Die Auswirkungen der Auswahl von Materialien mit einem hohen CO2-Fußabdruck betreffen insbesondere die vor- und nachgelagerten Geschäftsbeziehungen der KION Group. Um die THG-Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette beurteilen zu können, sind eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten und der kontinuierliche Informations- und Wissensaustausch unerlässlich. Die KION Group unterstützt ihre Lieferanten aktiv dabei, Alternativen zu entwickeln, um so die kontinuierliche Reduzierung von THG-Emissionen zu fördern. Dies wirkt sich positiv auf die Emissionen aus, die durch eingekaufte Materialien, Waren und Dienstleistungen gemäß Kategorie 3.1 verursacht werden.
Extreme Wetterereignisse in der Lieferkette (physisches Risiko)
Die physischen Auswirkungen des Klimawandels und die zunehmende Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse (Unwetter, Überschwemmungen, Wirbelstürme) infolge der Erderwärmung könnten zu einer instabilen Lieferkette und zu Materialknappheit führen, was wiederum Störungen in der Lieferkette und höhere Materialkosten für eingekaufte Güter zur Folge haben könnte.
Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells in Bezug auf den Klimawandel
Im Rahmen der „Playing to Win“-Strategie verfolgt die KION Group fortlaufend auch die Widerstandsfähigkeit ihres Geschäftsmodells hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken. Hierzu wurden hinsichtlich der Resilienz in Bezug auf den Klimawandel auch Szenarioanalysen, die klimarelevante Risiken beinhalten, berücksichtigt. Die Resilienzanalyse zur Strategie und zum Geschäftsmodell der KION Group umfasste Übergangsszenarien bis 2030, 2040 und 2050 sowie voraussichtliche finanzielle Effekte gemäß den gesetzten kurz- und langfristigen Dekarbonisierungs- und Reduktionszielen und umfasste alle Teile der Wertschöpfungskette (siehe hierzu „Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“).
Bei einem Netto-Null-Szenario in Übereinstimmung mit dem Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, geht die Analyse davon aus, dass sich die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen mit höheren Emissionen auf solche mit geringeren Emissionen verlagern wird, da die Kunden sich um eine Verringerung ihrer eigenen THG-Bilanz bemühen werden. Allerdings wird diese Verlagerung je nach Weltregion unterschiedlich schnell voranschreiten. Es wird daher ein breit angelegtes Produktportfolio benötigt, um die Nachfrage der Kunden in den verschiedenen Phasen der Klimawende zu bedienen. Die Analyse ging zudem davon aus, dass Verbrennungsmotoren in einigen Märkten gänzlich verboten werden, während in anderen Märkten die Produktion und der Verkauf noch möglich sein werden. Diese Annahmen spiegeln sich in der Strategie der KION Group wider, ein breit gefächertes Produktportfolio an Fahrzeugen mit hocheffizienten Verbrennungsmotoren und alternativen Kraftstoffantrieben anzubieten und gleichzeitig die Elektrifizierung des gesamten Angebots voranzutreiben.
Die Resilienzanalyse verwendete das Announced Pledges Scenario (APS) der Internationalen Energieagentur sowie ein Netto-Null-Szenario, um die Entwicklung der Energiemärkte abzuschätzen. Das APS wurde als konservativer, nicht auf ein 1,5 °C-Ziel ausgerichteter Ansatz gewählt, um die Auswirkungen energierelevanter Emissionen für den Fall einzuschätzen, dass die wichtigsten Weltregionen bei der Zielsetzung für ihre Energiesysteme in den kommenden Jahren zu wenig ambitioniert sind. Diese Schätzungen interagieren mit dem Ziel der KION Group bis spätestens 2050 Netto-Null-THG-Emissionen zu erreichen, was in hohem Maße von der Verfügbarkeit emissionsarmer Energie in der Produktnutzungsphase abhängig ist. Das APS wurde auch zur Schätzung der CO2-Preise verwendet, die wiederum Einfluss auf die Entscheidung haben, in kohlenstoffarme Technologien im eigenen Betrieb zu investieren.
Basierend auf den Annahmen zu CO2-Preisen und der Verfügbarkeit kohlenstoffarmer Energie und in Übereinstimmung mit den Dekarbonisierungszielen der KION Group wurde angenommen, dass bereits existierende und neu aufkommende Technologien in dem Maße und zu den Kosten verfügbar sein werden, die erforderlich sind, um die Scope-1- und Scope-2-Ziele des Konzerns bis 2030 zu erreichen. Dies gilt für die Brennstoffverbrauchsstellen im eigenen Betrieb, einschließlich des Fuhrparks und der Gießereien des Konzerns. Zudem wurden Annahmen über die Verfügbarkeit und die Kosten von Rohstoffen mit niedriger THG-Bilanz, insbesondere von Stahlprodukten, bis 2050 getroffen.
Rohstoffe und Bauteile sind eine bedeutende Quelle von THG-Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette der KION Group. Die Umstellung der Industrie auf kohlenstoffarme Alternativen steht aber noch am Anfang, weshalb die erforderlichen Marktvolumina noch begrenzt sind.
Die Umstellung der Branche wird voraussichtlich eine hohe Nachfrage nach kohlenstoffarmen Alternativen (zum Beispiel nach grünem Stahl) nach sich ziehen und den Wettbewerb verschärfen, sodass die Beschaffungspreise für kohlenstoffarme Alternativen kurz- und mittelfristig signifikant steigen könnten. Mit dem Fokus auf den Verkauf emissionsarmer Produkte und dem geringen Energieverbrauch beim Kunden (Kategorie 3.11 „Nutzung verkaufter Produkte“) durch die Umstellung auf ein weitgehend elektrifiziertes Produkt- und Lösungsportfolio trägt die KION Group in der kurzfristigen Strategie Netto-Null-Anforderungen Rechnung und stärkt gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie den Aufbau von Kapazitäten und leistungsfähigen Strukturen in der Lieferkette.
Zur Bewertung der Anfälligkeit für klimarelevante physische Risiken wurden wissenschaftliche externe Klimaszenarien mit hohen Emissionen einschließlich RCP 8.5 einbezogen, um standortspezifische, physische klimarelevante Risiken zu modellieren, die akuter oder chronischer Natur sind.
Die Resilienzanalyse beinhaltet vereinzelte Unwägbarkeiten aufgrund von Unsicherheiten in den zugrunde liegenden Daten und Modellen. So wird die Planung von Investitionen in kohlenstoffarme Technologien durch die angenommene Entwicklung der CO2-Preise und der Technologien beeinflusst. Ebenso wird der technologische Wandel bei Energieverbrauch und Energiemix Einfluss auf die geplante Reduzierung von Emissionen in der Produktnutzungsphase haben.
In ihren Strategien, Investitionsentscheidungen und Klimaschutzinitiativen trägt die KION Group Geschäftsaktivitäten, die nicht mit einem Netto-Null-Ziel vereinbar sind, wie etwa die Herstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, durch entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Leistung und ihrer Klimaauswirkungen Rechnung. Gleichzeitig verlagert sie den Schwerpunkt ihrer Geschäftsaktivitäten auf mit den gesetzten Zielen kompatible Tätigkeiten. Dieser zweigleisige Ansatz ermöglicht es der Gruppe, ihre Geschäftsstrategie mit den Klimazielen in Einklang zu bringen und gleichzeitig den Übergang finanziell tragbar zu machen.
In Bezug auf die Fähigkeit der KION Group, ihr Geschäftsmodell dem Klimawandel anzupassen, waren die Analyseergebnisse positiv. Machbarkeitsanalysen wurden durchgeführt, um die notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung von THG-Emissionen im Einklang mit den Netto-Null-Anforderungen auszuarbeiten. Den Machbarkeitsanalysen zufolge besteht nur ein begrenzter Bedarf an Investitionen. Dabei wird angenommen, dass sich die Fähigkeit der KION Group, ihre Klimaziele zu erreichen, vorteilhaft auf die Unternehmensfinanzierung und deren Konditionen auswirkt.
Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-2)
In den folgenden Unterkapiteln werden die wesentlichen strategischen Schwerpunkte der KION Group im Zusammenhang mit dem Klimaschutz behandelt.
Bekenntnis zum Netto-Null-Ziel und zur Science Based Targets initiative
Durch das formelle Bekenntnis zu Netto-Null-THG-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Net-Zero) bis spätestens 2050 und die Definition entsprechender strategischer Klimaziele strebt die KION Group an, ihre eigenen Ziele am 1,5 °C-Ziel des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Die im Dezember 2024 von der SBTi formell gewürdigten Klimaziele hatten auch im Berichtsjahr 2025 weiterhin Bestand. Der Netto-Null-Standard der SBTi legt das Mindestziel für den Klimaschutz fest, zu dessen Erreichung sich die KION Group verpflichtet und das sie in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verankert hat. Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien sind Teil der Net-Zero-Roadmap.
Die Selbstverpflichtung im Rahmen der SBTi betrifft die Konzernemissionen in Scope 1, 2 und 3, einschließlich der gesamten Wertschöpfungskette, der eigenen Produkte und Lösungen und der im eigenen Betrieb verbrauchten Energie. Die Verantwortung hierfür liegt beim Gesamtvorstand der KION GROUP AG, insbesondere im Ressort der CPSO. Die gesetzten Ziele werden regelmäßig (mindestens jährlich) im Zuge der Strategieüberprüfung, der internen Zielsetzung und des Statusmonitorings neu betrachtet. Fortschritte bei Klimazielen, Maßnahmen und THG-Emissionen werden mindestens einmal im Jahr veröffentlicht. Die Selbstverpflichtung der KION Group im Rahmen der SBTi ist unter www.sciencebasedtargets.org/target-dashboard öffentlich einsehbar und wurde zudem intern an die eigenen Mitarbeiter sowie an Kunden und Lieferanten kommuniziert.
Die Verpflichtung zu Netto-Null (Net-Zero) richtet sich hauptsächlich an die Belegschaft der KION Group sowie Lieferanten, Kunden, Investoren und andere Stakeholder. Die Beiträge und das Feedback der Mitarbeiter zur Umsetzbarkeit der Ziele flossen in die Definition des Engagements ein. Kunden und Investoren äußerten ihre Erwartungen in Bezug auf die klimarelevanten Ziele und Leistungen der KION Group, zum Beispiel im Rahmen regelmäßiger Stakeholderdialoge oder Wesentlichkeitsanalysen.
Neben dem Unterthema „Klimaschutz“ berücksichtigt das Bekenntnis zum Netto-Null-Ziel und zur Science Based Targets initiative auch Aspekte zur Anpassung an den Klimawandel. Hierzu lag kein spezifisches Konzept für das Unterthema „Anpassung an den Klimawandel“ in der vorgelagerten Wertschöpfungskette bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 vor. Auf der Grundlage von Ergebnissen von noch durchzuführenden Risikoanalysen beabsichtigt der Konzern, darauf aufbauend ein Konzept zu erarbeiten.
Health, Safety, and Environment Statement of Intent
Im Zusammenhang mit dem Klimaschutz ist im Health, Safety, and Environment (HSE) Statement of Intent vor allem die Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen einschließlich Energie, des Abfallaufkommens und der Emissionen in Luft, Boden und Wasser im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeiten hervorzuheben. Dieses Konzept ist insofern mit dem Klimaschutz verbunden, als es eine Verringerung der Emissionen in die Luft (einschließlich THG) und des Verbrauchs natürlicher Ressourcen (einschließlich zur Energiegewinnung) zum Ziel hat.
Das Konzept bezieht sich auf alle Scope-1- und -2-Emissionen, ohne Ausnahmen. Allerdings fallen Scope-3-Emissionen nicht in den Anwendungsbereich des Konzepts. Der Gesamtvorstand der KION GROUP AG, insbesondere im Ressort der CPSO, ist für das Konzept verantwortlich. Daten zu Energieverbrauch, THG- und Schadstoffemissionen sowie Abfallaufkommen werden im Rahmen der Berichterstattung auf der Website der KION Group veröffentlicht.
Das HSE Statement of Intent ist konzernweit für die KION Group verbindlich; dies schließt alle Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer und Fremdarbeitskräfte mit ein. Beschäftigte waren über die Vertretungsfunktionen der HSE-Leiter der operativen Einheiten direkt in die Konzeptentwicklung eingebunden; weitere Stakeholder wurden über ihre jeweiligen Fachbereiche berücksichtigt. Das HSE Statement of Intent wird regelmäßig (mindestens jährlich) vom Fachbereich Sustainability & HSE und von anderen relevanten Stakeholderfunktionen überprüft und bei Bedarf aktualisiert.
Das Konzept wird Mitarbeitern bei der Einarbeitung bereitgestellt und ist auf Aushängen und über das Intranet einsehbar. Ein Exemplar des Statements muss Mitarbeitern, Kunden, Auftragnehmern, Prüfern und Aufsichtsbehörden auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Das HSE Statement of Intent ist auch auf der Website der KION Group unter www.kiongroup.com/de/Über-uns/Nachhaltigkeit öffentlich zugänglich.
Strategische Verankerung der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien
Die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien trägt zur Verringerung der THG-Emissionen in Scope 1 und 2 bei und ist daher mit Klimaschutz und einem geringeren Energieverbrauch verbunden. Die KION Group folgt dieser strategischen Ausrichtung seit 2023 mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch sowohl im eigenen Betrieb als auch an den Standorten im Sinne von Scope 1 und 2 zu erhöhen. Die monatliche Überwachung von Energieverbräuchen sowie THG-Emissionen liegt in der Verantwortung der CPSO und die Ergebnisse werden auch im Rahmen der externen Berichterstattung veröffentlicht (siehe hierzu „Strategieziele und Zielerreichung im Geschäftsjahr 2025“).
Das Ziel der KION Group ist es, ihre strategische Ausrichtung im Einklang mit den Bedürfnissen und Anforderungen der betroffenen Stakeholdergruppen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auszurichten. Die Beiträge und das Feedback der Mitarbeiter zur Umsetzbarkeit der Ziele, einschließlich Vorschlägen für Umsetzungszeitpläne und Unterstützung für Initiativen, flossen in die Entwicklung ein. Auch Kundenbedürfnisse fließen indirekt bei der Gestaltung dieser strategischen Weiterentwicklung mit ein. Weitere Informationen zur strategischen Ausrichtung wurden auf der Website der KION Group unter www.kiongroup.com/de/Über-uns/Nachhaltigkeit veröffentlicht und intern an die Mitarbeiter kommuniziert.
Produktentwicklungsprozess im Segment Industrial Trucks & Services
Der innovative Produktentwicklungsprozess 2 (iPEP 2) ist ein Rahmenwerk für die Produktentwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Segment Industrial Trucks & Services. Zentrale Elemente sind die Definition der Rollen, der einzelnen Prozessschritte sowie eine integrierte Projektplanung. Der Hauptzweck besteht darin, den Prozess an konkrete Projekte anzupassen, da jedes Projekt individuelle Rahmenbedingungen und Anforderungen – zum Beispiel in Bezug auf Nachhaltigkeit – aufweist, die im Projektmanagement zu berücksichtigen sind.
Im Vorstand der KION GROUP AG ist der Chief Technology Officer (CTO) für die Durchführung des iPEP verantwortlich. Das Konzept wird regelmäßigen internen Überprüfungen unterzogen. In diesem Zuge werden beantragte Änderungen bewilligt, abgelehnt oder überarbeitet. Nach der Freigabe durchlaufen alle Änderungen die gleiche Implementierungsphase. Dabei werden sie getestet, kommuniziert und in den Prozess übernommen.
Das Konzept betrifft hauptsächlich die Produktentwicklung, wobei jedoch auch andere Funktionen wie Produktmanagement, Qualitätssicherung, Operations, Einkauf, Controlling und Service beteiligt sind. Es wurde unter Einbeziehung aller betroffenen Stakeholder entwickelt und im Rahmen der Veränderungsinitiative „KION Product Development Optimization“ einer Prozessbewertung unterzogen. Jeder iPEP-Nutzer kann Änderungen und eine Überprüfung des Prozesses beantragen, der dann entsprechend der gewünschten Änderung evaluiert wird. Das Konzept ist im Intranet einsehbar und wird von der Kommunikationsabteilung an die Belegschaft kommuniziert.
Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten (E1-3)
In Bezug auf die Konzernemissionen in Scope 1 wurde in den vergangenen Jahren bereits damit begonnen, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in der eigenen Service- und Dienstwagenflotte schrittweise durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Mit dem Bekenntnis zu den Netto-Null- und SBTi-Zielen sowie den absoluten THG-Reduktionszielen bis 2050 wird erwartet, diese Maßnahme bis 2040 abgeschlossen zu haben. Der Konzern beabsichtigt, den Übergangsplan der KION Group im Jahr 2026 voranzutreiben.
Eine konzernweite schrittweise Elektrifizierung der Dienstwagen- und Serviceflotten ist aufgrund länderspezifischer Einschränkungen wie Lieferengpässen bei der Fahrzeugherstellung und Ladeinfrastruktur derzeit noch nicht realisierbar. Eine vollständige Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte wird in den kommenden Jahren angestrebt. Bei einer Tochtergesellschaft in Brasilien wurde als kurzfristige Alternative damit begonnen, durch den Umstieg von Benzinverbrennung auf Bioethanol eine Verringerung der THG-Emissionen zu erzielen. Diese Maßnahme ist verbunden mit den strategischen Zielsetzungen des Handlungsfelds „Climate and energy“, den Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien zu erhöhen und THG-Emissionen für den Konzern absolut zu reduzieren. Im Rahmen der Scope-1-THG-Emissionen stellt dies einen Dekarbonisierungshebel durch den Einsatz erneuerbarer Energien im eigenen Betrieb dar. Der Anteil an Bioethanol für den Antrieb der eigenen Flottenfahrzeuge bei der Tochtergesellschaft in Brasilien konnte auch 2025 weiter erhöht werden.
Im Jahr 2025 lag der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen bei der KION Group bereits bei 97,2 Prozent (Vorjahr: 73,8 Prozent); der Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien im eigenen Betrieb lag bei 29,2 Prozent. Aufgrund der weltweiten Präsenz, der zahlreichen Standorte und der abgeschlossenen Vertragsinstrumente ist es jedoch nicht immer möglich, Ökostrom direkt über Power Purchase Agreements (PPAs) oder lokale Stromverträge zu beziehen. Ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen daher schrittweise weitere langfristige PPAs abgeschlossen werden, um den Anteil erneuerbarer Energien weiter auszubauen und so die Scope-2-Emissionen zu senken. Im Berichtsjahr hat die KION Group zusätzlich zu bereits bestehenden Vertragsinstrumenten zum Einkauf erneuerbaren Stroms von Energy Attribute Certificates (EACs) Gebrauch gemacht, um eine zeitnahe Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien zu ermöglichen und Scope-2-Emissionen zu reduzieren. Der Erwerb der EACs erfolgte im Dezember 2025. Die Entwertung der EACs für das Jahr 2025 wurde zu Beginn 2026 rückwirkend für das Berichtsjahr verbindlich beauftragt mit der Vorgabe, die Entwertungen bis zum Aufstellungszeitpunkt des Berichts abzuschließen. Die Nachweise der Entwertungen der Zertifikate lagen bis zum Aufstellungszeitpunkt des Berichts noch nicht vollumfänglich vor. Die Scope-2-Emissionen (marktbezogen) von ursprünglich 36,7 kt CO2eq konnten somit durch die Entwertungen der EACs um 29,2 kt CO2eq auf 7,5 kt CO2eq gekürzt und der Stromverbrauch der KION Group nahezu vollständig durch den Bezug aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Die vertraglichen Vereinbarungen zum Ein- und Verkauf von Grünstrom bezogen sich ausschließlich auf den Stromeinkauf.
Im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und der SBTi-Selbstverpflichtung hat die KION Group im Berichtsjahr planmäßig mit dieser im Vorjahr angestoßenen Maßnahme begonnen und verfolgt weiterhin das Ziel, eine vollständige Umstellung auf Ökostrom bis 2030 zu realisieren.
Lieferanten der KION Group, die für mindestens fünf Prozent der jährlichen THG‑Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) verantwortlich sind, sollen bis zum Jahr 2030 über SBTi‑konforme Dekarbonisierungsziele verfügen. Die aktive Einbindung von Zulieferern und die entsprechenden Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Bekenntnis zu den Netto-Null- und SBTi-Zielen sowie mit den für die Lieferanten geltenden Richtlinien zum Klimaschutz. Als Ausgangsjahr für diese Zielsetzungen wurde das Jahr 2023 festgelegt.
Maßnahmen mit Bezug auf energieeffiziente Produkte (unternehmensspezifisch)
Zur Verbesserung der Datengrundlage arbeitet die KION Group an der Erhebung lieferantenspezifischer Daten. Als Maßnahme hat die KION Group bereits im Vorjahr ein Projekt zur Emissionsreduzierung in der Beschaffung eingeleitet, das sich auf das unternehmensspezifische Unterthema „energieeffiziente Produkte“ bezieht. Das Projekt soll das globale Beschaffungsteam des Konzerns dabei unterstützen, THG-Emissionen in der Kategorie 3.1 („Erworbene Waren und Dienstleistungen“) zu reduzieren, indem THG-Emissionen von eingekauften Waren und Dienstleistungen erhoben, analysiert und aktiv reduziert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt bei den direkten, weltweiten Tier-1-Lieferanten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette der KION Group. Dazu gehören Lieferanten, die ein direktes Geschäftsverhältnis mit einer Gesellschaft der KION Group haben. Direktlieferanten liefern die Materialien und Waren, die in der Produktion oder als Vorprodukte in den Produkten der KION Group eingesetzt werden.
Aufbauend auf der letztjährigen Machbarkeitsanalyse und den Pilotworkshops mit ausgewählten Lieferanten, wurden die daraus gewonnenen Erkenntnisse im Berichtsjahr genutzt, um die Berücksichtigung von THG-Emissionen in den zentralen Beschaffungsprozessen voranzutreiben. Dazu zählen die Einbindung der THG-Emissionen in die Materialgruppenstrategien, die Lieferanten-Scorecard und die Ausschreibungsverfahren über die eigene Einkaufsplattform. Zusätzlich hat die KION Group erste Maßnahmen ergriffen, um das oben genannte SBTi-Dekarbonisierungsziel für Scope 3.1 zu erreichen. Dazu wurden betroffene Einkäufer geschult und ausgewählte Lieferanten kontaktiert, um über ein eigenes SBTi-Ziel und die Dekarbonisierungsstrategie für die Lieferanten zu sprechen.
Ein weiteres Fokusthema war die Steigerung der Emissionsdatentransparenz. Dazu wurden in Anlehnung an die Pilotworkshops weitere Workshops mit Lieferanten durchgeführt. Mithilfe der Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie und den Workshops wurde ein materialgruppenspezifischer Einkäufer-Leitfaden erstellt, der im Detail die THG-Struktur in den einzelnen Kategorien beleuchtet und mögliche Maßnahmen zur Verringerung aufzeigt sowie Erkenntnisse aus den Workshops zum Lieferantenportfolio zusammenfasst. Zuletzt wurde eine Carbon-Management- und Accounting-Plattform als Software ausgewählt und implementiert, um in Zukunft das Management von THG-Emissionen zu unterstützen.
Im Berichtsjahr 2025 entwickelte die KION Group mit der KION Learning Academy ein umfangreiches und mehrstufiges Online-Schulungsprogramm zum Thema Lebenszyklusanalysen (Life Cycle Assessments, LCAs) für die Belegschaft. Dies umfasst sowohl eine Basisschulung, welche die Grundprinzipien der ISO-Normen 14040 und 14044 vermittelt, als auch ein weiterführendes Training, das einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Schritte der LCAs gibt. Ziel der Schulung ist es, das Wissen über LCAs zu erweitern, Teams bei nachhaltigen Entscheidungen zu unterstützen und das Umweltbewusstsein innerhalb des Unternehmens zu stärken. Die LCA-Basisschulung steht allen interessierten Mitarbeitern offen, auch denen, die nicht direkt im Bereich Nachhaltigkeit tätig sind. Das weiterführende Training hingegen richtet sich an technische Experten, insbesondere an diejenigen, die in der Produktentwicklung arbeiten. Darüber hinaus unterstützen Fachexperten für LCAs die betreffenden internen Stakeholder. Neue Erkenntnisse aus LCAs können somit bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt werden, und Produktentwickler werden befähigt, fundierte Entscheidungen hinsichtlich Materialauswahl und Lebensdauer von Komponenten zu treffen.
Im Berichtsjahr wurde im Segment ITS die Energy Toolbox als neues Vertriebsinstrument für die KION Group und ihre Vertriebspartner eingeführt. Für die Elektrostaplerlösungen der Marken Linde und STILL steht jeweils eine spezialisierte App zur Verfügung. Diese Anwendungen ermöglichen den systematischen Vergleich verschiedener Stapler- und Fahrzeugkonfigurationen, um passgenaue Lösungen für individuelle Kundenanforderungen zu identifizieren. Zu den wesentlichen Funktionen zählen die Berechnung des Energieverbrauchs sowie der Vergleich von CO2-Emissionen. Auf diese Weise unterstützen beide Apps gezielt den Einsatz von Elektrostaplerlösungen, die zu einer unmittelbaren Reduzierung von Emissionen – insbesondere von CO2 – beitragen und den Kunden ermöglichen, Entscheidungen auf Basis von Umweltwirkungen und Gesamtbetriebskosten fundiert zu treffen. Dieses Angebot entspricht dem Engagement der KION Group für klimafreundliche Technologien und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Seit dem Launch der ersten Version im Februar 2025 steigt die Nutzerzahl kontinuierlich an. Eine laufende Weiterentwicklung und regelmäßige Aktualisierung der Anwendungen ist bereits vorgesehen.
Im Juni 2025 erhielt die KION Group für den Linde Kommissionierstapler N20 mit Lithium-Ionen-Batterien erstmals ein CO2-Fußabdruck-Zertifikat nach ISO 14067. Die Zertifizierung umfasst den gesamten Lebenszyklus des Produkts und wurde von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle vergeben. Durch diese Maßnahme wird eine transparente Kommunikation der Umweltauswirkungen ermöglicht und werden kontinuierliche Verbesserungen im Bereich Nachhaltigkeit gefördert.
Weitere Informationen zum ressourceneffizienten Design von Produkten finden sich im Kapitel „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“.
Dekarbonisierungshebel der KION Group
Die Umstellung auf alternative Brennstoffe ist der wichtigste Dekarbonisierungshebel für die eigenen Geschäftstätigkeiten der KION Group. Der Diesel- und Benzinverbrauch im Fuhrpark der KION Group (hauptsächlich Dienstwagen und Servicefahrzeuge) macht einen Großteil des Energieverbrauchs und der Emissionen im eigenen Betrieb aus. Durch die Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks kann die KION Group vom niedrigeren Energieverbrauch der Elektrofahrzeuge profitieren und transportbedingte THG-Emissionen durch den Wechsel zu Strom aus erneuerbaren Quellen weiter senken.
Die zwei mit Kokskohle beheizten Gießereien der KION Group stellen eine weitere Quelle von THG-Emissionen dar. Die Strategie der KION Group sieht vor, die Gießereien nur mit Elektrolichtbogenöfen zu betreiben. Der Erdgasverbrauch für Raumheizung und Prozesswärme, zum Beispiel für die in der Fertigung verwendeten Öfen, kann durch die Umstellung auf Alternativen wie Wärmepumpen für die Raumheizung und elektrische Öfen in der Fertigung reduziert werden. Die KION Group hat sich zum Ziel gesetzt, einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der Strategie zu entwickeln, der sich an den Netto-Null-Zielen orientiert.
In Kombination mit der Umstellung auf andere Brennstoffe ist die Nutzung erneuerbarer Energien ein weiterer wichtiger Dekarbonisierungshebel für die Geschäftstätigkeiten der KION Group. Im Jahr 2025 belief sich der Anteil erneuerbarer Energien im Konzern auf 29,2 Prozent. Durch die Elektrifizierung aller Prozesse, für die alternative Technologien potenziell zur Verfügung stehen, kann der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch erheblich gesteigert werden. Wo die Elektrifizierung mittelfristig nicht umsetzbar ist, könnten andere erneuerbare Energieträger wie Bioethanol oder grüner Wasserstoff eine Alternative darstellen.
Emissionen aus der Produktnutzungsphase entfielen mit 74,0 Prozent der gesamten THG-Bilanz der KION Group auf das operative Segment Industrial Trucks & Services (Vorjahr: 66,7 Prozent). Obwohl sich der Anteil verkaufter Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf lediglich 7,4 Prozent belief (Vorjahr: 8,5 Prozent), tragen sie mit über 36,2 Prozent zu den THG-Emissionen aus der Produktnutzungsphase bei (Vorjahr: 37,7 Prozent). Eine weitere Reduzierung des Anteils der Verbrennungsmotoren kann zu niedrigeren THG-Emissionen beitragen und auf die Klimaziele des Konzerns einzahlen.
Mehr als 50 Prozent der gesamten THG-Emissionen der KION Group im Jahr 2025 konnten der Nutzungsphase von an Kunden verkauften elektrischen Produkten und Lösungen zugeordnet werden. Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, ist auch eine Reduzierung dieser Emissionen erforderlich. Die Konzernstrategie sieht daher vor, die Energieeffizienz der Produkte durch eine bessere Batterietechnologie und hocheffiziente Batterien wie Lithium-Ionen-Zellen zu erhöhen, um so den Energieverbrauch zu senken. Zudem ist die KION Group in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden bestrebt, deren Anteil erneuerbarer Energien am Strommix auszubauen. Die KION Group hat sich zum Ziel gesetzt, einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der Strategie zu entwickeln, der sich an den Netto-Null-Zielen orientiert. „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ (Kategorie 3.1) hatten im Jahr 2025 einen Anteil von 17,4 Prozent der gesamten THG-Emissionen in Scope 1 bis 3 der KION Group. Der Konzern plant, im Rahmen seiner Dekarbonisierungsstrategie mit seinen Lieferanten an der Reduzierung von THG-Emissionen zusammenzuarbeiten. Dazu gehören die Steigerung der Materialeffizienz, die Umstellung auf alternative Materialien, der verstärkte Einsatz von recycelten Materialien und technologische Lösungen zur Dekarbonisierung von Produktionsprozessen für energieintensive Produkte wie Stahl. Die KION Group hat sich zum Ziel gesetzt, einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der Strategie zu entwickeln, der sich an den Netto-Null-Zielen orientiert. Weitere Angaben dazu finden sich in dem Abschnitt „Maßnahmen mit Bezug auf energieeffiziente Produkte (unternehmensspezifisch)“. Darüber hinaus hat die KION Group keine spezifischen Maßnahmen zum Unterthema „Anpassung an den Klimawandel“ in der vorgelagerten Wertschöpfungskette bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 umgesetzt.
Auch im Jahr 2025 hat die KION Group mit Investitionen und Betriebsausgaben ihre Maßnahmen und Konzepte zum Klimawandel fortgesetzt. Mit dem Gesamtprojekt des neuen KION Regional Distribution Center Central Europe am Standort Kahl wurde ein Gebäudekomplex nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) im Mai 2025 in Betrieb genommen und beinhaltet unter anderem eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) sowie die Sammlung von Regenwasser zur Nutzung als Brauchwasser. Weitere PV-Anlagen wurden an einzelnen Standorten der KION Group errichtet. Die Standortwahl erfolgte unter anderem aufgrund der strategisch günstigen Lage, die eine effiziente Gestaltung der Transportwege ermöglicht und dadurch sowohl den Energieverbrauch als auch die transportbezogenen THG-Emissionen reduziert.
Um die strategischen Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu erreichen, beabsichtigt die KION Group auch zukünftige Ausgaben zu tätigen, deren Zeitpunkt und Umfang sich jedoch noch in der Planung befinden. Eine Konkretisierung ist mit einem Übergangsplan für das Geschäftsjahr 2026 angestrebt, um damit auch etwaige Lücken in Konzepten und Maßnahmen in Bezug auf identifizierte Auswirkungen, Risiken und Chancen und deren Berichterstattung zu schließen.
Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-4)
Die KION Group ermittelt und steuert ihre THG-Emissionen basierend auf dem internationalen Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Die dabei, je nach technischer Möglichkeit, einbezogenen Treibhausgase sind Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffoxid, teilfluorierte Kohlenwasserstoffe, perfluorierte Kohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid und Stickstofftrifluorid.
Wie bereits im Vorjahr hat sich die KION Group aufgrund der klimabezogenen Zielsetzungen (insbesondere des Netto-Null-Ziels) und der Angaben zur Zielerreichung sowie der im Geschäftsjahr 2024 erfolgten formalen Würdigung durch die SBTi, abweichend von ESRS 1.62 und dem Prinzip der finanziellen Kontrolle, dazu entschieden, den Ansatz der operativen Kontrolle gemäß dem GHG Protocol für die Kategorien Scope 3.11 („Nutzung verkaufter Produkte“) und Scope 3.13 („Nachgelagert verleaste Sachanlagen“) konsistent fortzuführen, und berichtet auf dieser Grundlage in diesem Konzern-Nachhaltigkeitsbericht.
Alle genannten THG-Ziele des Konzerns sind Bruttoziele und beziehen negative THG-Emissionen, CO2-Kompensationen oder vermiedene THG-Emissionen als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele nicht mit ein. Ausgehend von dem Basisjahr 2021 sind die THG-Emissionsreduktionsziele darauf ausgerichtet, die Erderwärmung auf einem sektorübergreifenden Pfad auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Reduzierungen der THG-Emissionen vor 2020 werden bei dieser Beurteilung nicht einbezogen. Die KION Group hat sowohl ein Netto-Null-Szenario herangezogen als auch ein Szenario, das auf den bisher angekündigten Zusagen basiert.
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2021 |
2030 |
2050 |
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|---|---|---|---|---|---|
THG-Emissionen – Scope 1 und 2 – Business-as-usual-Szenario (in ktCO2eq) |
149 |
191 |
201 |
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Dekarbonisierungshebel (reduzierte kt CO2eq) |
|
|
|
||
Energieeffizienz und Verbrauchsreduzierung |
– |
–1 |
–2 |
||
Brennstoffwechsel und Elektrifizierung |
– |
–72 |
–126 |
||
Nutzung erneuerbarer Energien |
– |
–32 |
–49 |
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Sonstige |
– |
– |
–9 |
||
THG-Emissionsziele – Scope 1 und 2 – Reduktionsszenario (in ktCO2eq) |
149 |
86 |
15 |
||
|
|
|
|
||
THG-Emissionen – Scope 3 – Business-as-usual-Szenario (in kt CO2eq) |
23.477 |
25.423 |
30.140 |
||
Dekarbonisierungshebel (reduzierte kt CO2eq) |
|
|
|
||
Nutzung erneuerbarer Energien |
– |
–5.166 |
–16.441 |
||
Schrittweise Einstellung, Substitution oder Modifikation von Produkten |
– |
–1.721 |
–5.458 |
||
Ressourcenschonende Beschaffung |
– |
– |
–5.893 |
||
THG-Emissionsziele – Scope 3 – Reduktionsszenario (in kt CO2eq) |
23.477 |
18.536 |
2.348 |
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|
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|
||
Gesamte THG-Emissionen – Business-as-usual-Szenario (kt CO2eq) |
23.626 |
25.614 |
30.341 |
||
Gesamte THG-Emissionen – Reduktionsszenario (kt CO2eq) |
23.626 |
18.622 |
2.363 |
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Absolute Reduktionsziele für Scope 1 und 2
Die KION Group hat sich zum Ziel gesetzt, die THG-Emissionen in Scope 1 und 2 bis 2050 um mindestens 90 Prozent zu senken, ausgehend vom Basisjahr 2021 (Bezugswert: 149.359 t CO2eq). Das kurzfristige Ziel bis 2030 ist eine absolute Reduzierung um 42 Prozent. Der Bezugswert für das Reduktionsziel in Scope 1 und Scope 2 bezieht sich auf die THG-Emissionen, die aus dem direkten und indirekten Energieverbrauch im eigenen Betrieb entstehen. Emissionen aus der Nutzung von Produkten bei Kunden im Rahmen von Leasinggeschäften, bei denen die KION Group als Leasinggeber das wirtschaftliche Eigentum (finanzielle Kontrolle) an diesen Produkten behält („Operating Lease-Verträge“), werden gemäß der operativen Kontrolle nach GHG Protocol in Scope 3 erfasst und sind daher nicht Teil des Reduktionsziels in Scope 1 und 2.
Das Ziel hat eine wissenschaftliche Ausgangsbasis und deckt alle Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2, die sich unter der operativen Kontrolle der KION Group im Sinne des Greenhouse Gas Protocols befinden, zu 100 Prozent ab. Für Zwecke der Zielsetzung und -erreichung in Bezug auf die THG-Emissionen legt die KION Group in Scope 2 die berechneten THG-Emissionen gemäß der marktbezogenen Methode zugrunde. Die KION Group hat das Ziel unter Beteiligung aller betroffenen Stakeholder anhand des SBTi-Netto-Null-Rahmens und der detaillierten Methodikblätter festgelegt. Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, sich wissenschaftlich basierte Klimaziele zu setzen. Die Methodik der SBTi ist weithin akzeptiert und die nach dieser Methodik erarbeiteten Klimaziele der KION Group wurden 2024 formell gewürdigt. Die Methodologie der SBTi unterliegt inhärenten Unsicherheiten hinsichtlich der zugrunde gelegten wissenschaftlichen Erkenntnisse und zukunftsorientierten Annahmen zur Reduktion von THG-Emissionen, die zur Erreichung des 1,5 °C-Ziels erforderlich sind. Derzeit befindet sich die im Jahr 2021 veröffentlichte SBTi-Methodologie in Überarbeitung. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verlauf des Klimawandels könnten zu einer Änderung der SBTi-Methodologie und der Beurteilung führen, ob das Ambitionsniveau der Ziele ausreichend ist, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Sollte sich die SBTi-Methodik ändern, wird die KION Group ihr Ziel entsprechend anpassen.
Bei der Bestimmung der kritischen Annahmen für die THG-Emissionsreduktionsziele hat die KION Group künftige Entwicklungen berücksichtigt, die ihre THG-Emissionen und ihre Bemühungen zur Emissionsreduktion beeinflussen könnten: Das Unternehmenswachstum und der Anstieg der Absatzmengen würden zu einem Anstieg des Energieverbrauchs und der Emissionen entlang der Wertschöpfungskette führen. Die Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge, die Dekarbonisierung globaler Stromnetze, steigende Ökosteuern und Technologien wie grüner Stahl und Elektrolichtbogenöfen würden der KION Group dabei helfen, die Emissionsintensität ihrer Aktivitäten zu reduzieren.
Die KION Group hat die folgenden Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass der Bezugswert repräsentativ ist:
Die KION Group verwendete Emissionsfaktoren aus denselben Quellen. Im Falle von Veränderungen in Methodik oder bei Emissionsfaktoren wurde das Basisjahr nach denselben Methoden neu berechnet.
Veränderungen in den Organisationsgrenzen führten zu Veränderungen von weniger als fünf Prozent des Treibhausgasinventars.
Das Basisjahr 2021 wird als repräsentativ für die Unternehmenstätigkeit der KION Group im Zeitverlauf angesehen. Dies wurde bei der Bewertung der Reduktionsziele durch die SBTi formell gewürdigt.
Für Nachhaltigkeitsaspekte bis zum Jahr 2030 gilt das Basisjahr 2021 als konzernweites Vergleichsjahr. Bei der Festlegung neuer Ziele wird die KION Group ein Basisjahr wählen, das nicht mehr als drei Jahre vor dem ersten Berichtsjahr der neuen Zielperiode liegt. Der Konzern wird das Basisjahr ab 2030 alle fünf Jahre aktualisieren.
Absolutes Reduktionsziel für Scope 3
Das absolute Reduktionsziel der KION Group für Scope-3-Emissionen wurde unter Anwendung der SBTi-Methodik festgelegt. Demnach ist eine Reduzierung von mindestens 25 Prozent bis 2030 sowie langfristig von mindestens 90 Prozent im gesamten Scope 3 bis 2050 vorgesehen; den Schwerpunkt bildet dabei die Kategorie 3.11 „Nutzung verkaufter Produkte“. Dabei umfasst Kategorie 3.11 gemäß dem Ansatz der operativen Kontrolle auch die THG-Emissionen, die durch die Nutzung von verleasten Produkten im Rahmen des Leasinggeschäftes der KION Group verursacht werden. Das Basisjahr ist 2021 mit einem Bezugswert von 19.764.107 t CO2eq. Die SBTi hat das Jahr 2021 als exemplarisches Basisjahr für die KION Group formell anerkannt, basierend auf historischen Daten und dem erwarteten künftigen Wachstum. Das Netto-Null-Ziel deckt 100 Prozent der Scope-3-Emissionen der KION Group ab und das kurzfristige Ziel, das Kategorie 3.11 umfasst, deckt 83 Prozent der Scope-3-Emissionen ab. Die KION Group erklärt sich bereit, ihr Ziel bei einer Änderung der SBTi-Methodik anzupassen. Betroffene Stakeholder waren an der Zielsetzung beteiligt. Kunden und Investoren wurden zu ihren Erwartungen an die Klimaziele der KION Group befragt, während interne Stakeholder zur Machbarkeit und zum Zeitplan der notwendigen Maßnahmen befragt wurden.
Derzeit werden darüber hinaus die strategischen Ziele verfolgt, zunehmend Lebenszyklusanalysen für Produkte zu erstellen und Cradle-to-Cradle-Zertifizierungen für ausgewählte Produkte zu erhalten. LCAs gehören zu den zentralen Informationsquellen, mit denen die THG-Emissionsreduktionsziele im Rahmen der SBTi-Verpflichtung der KION Group bestimmt werden. Sie geben einen Überblick über die Umweltauswirkungen von KION Produkten, einschließlich ihrer CO2-Bilanz. Dies wird zunehmend von Kunden gefordert und ist zudem notwendig, um den negativen Auswirkungen der Materialauswahl auf die Umwelt entgegenzuwirken.
Die KION Group folgt derzeit den Cradle-to-Cradle-Prozessen, um das „Environmental Protection Encouragement Agency“-(EPEA-)Zertifikat zu erhalten. Eine Cradle-to-Cradle-Analyse ergänzt die LCA, indem sie die Wirksamkeit von Prozessen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit prüft. Sie bewertet die Sicherheit, Zirkularität und Nachhaltigkeit eines Produkts in fünf Kategorien hinsichtlich der Nachhaltigkeitsbilanz. Durch die Implementierung des Cradle-to-Cradle-Prinzips in die Unternehmensprozesse will die KION Group ihre Produkte stärker an den Nachhaltigkeitsanforderungen ihrer Kunden ausrichten.
Die strategischen Ziele in Bezug auf LCAs und Cradle-to-Cradle-Zertifizierungen schaffen eine solide Basis für die Ableitung konkreter Zielsetzungen, die unmittelbar mit den relevanten IROs verknüpft sind. Im Berichtsjahr wurden beide Projekte hinsichtlich ihrer zukünftigen Ausrichtung sowie der Realisierbarkeit dieser Ziele weiter definiert und präzisiert. Dadurch entsteht eine belastbare Grundlage für die zeitnahe Festlegung und Umsetzung spezifischer Zielvorgaben.
Im Rahmen der vorgelagerten Wertschöpfungskette in Bezug auf die Scope-3-THG-Emissionen gab es im Berichtsjahr 2025 kein definiertes Ziel zum Unterthema „Anpassung an den Klimawandel“.
Überwachung der strategischen Zielerreichung
Um ein Höchstmaß an Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten, partizipiert die KION Group regelmäßig an etablierten ESG-Ratings. Deshalb sind das S&P Global Corporate Sustainability Assessment (CSA) sowie EcoVadis in den Strategiezielen der KION Group fest verankert. Mit einem wesentlichen Fokus auf Dekarbonisierung lässt sich die KION Group zusätzlich über das Carbon Disclosure Project (CDP) jährlich hinsichtlich ihrer Zielerreichung messen. Die Ergebnisse aus diesen Ratings werden validiert und Verbesserungspotenziale aktiv nachverfolgt.
Reduktion der Energieintensität
Die KION Group verfolgt die Ambition, die Energieintensität gemessen am Energieverbrauch im Verhältnis zum Umsatz systematisch zu senken. Dies trägt dazu bei, den Ausstoß von THG-Emissionen und den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu verringern. Die Berechnung erfolgt auf Basis des Gesamtverbrauchs aller Energieträger der Konzernunternehmen, geteilt durch den konsolidierten Umsatz. Die zugrunde liegende Kennzahl basiert nicht auf einer externen wissenschaftlichen Grundlage, sondern stellt eine konzerninterne Bewertungsgröße dar. Interne Stakeholder wurden aktiv in die Festlegung der relevanten Steuerungsgrößen und Maßnahmen eingebunden, wobei insbesondere die Machbarkeit und der zeitliche Rahmen der erforderlichen Maßnahmen berücksichtigt wurden. Zur Umsetzung und Überwachung wurde ein unternehmensweites System für das kontinuierliche Monitoring des Energieverbrauchs etabliert. Die relevanten Kennzahlen Energieverbrauch und Umsatz werden jährlich berichtet und dienen als Grundlage für die Ableitung weiterer Maßnahmen zur Zielerreichung.
Anteil der verkauften Elektrofahrzeuge pro Jahr (Segment Industrial Trucks & Services)
Die KION Group plant, ein auf Elektroantriebe fokussiertes Portfolio mit batterie- und brennstoffzellenbetriebenen Produkten auszubauen, indem sie den Anteil der verkauften Elektrofahrzeuge pro Jahr erhöht. Ausgehend von einem Bezugswert von 85,0 Prozent im Jahr 2019, entschied sich die KION Group im Jahr 2024 aufgrund der positiven Entwicklung, das vorherige Ziel von 90 Prozent auf 92 Prozent bis 2027 zu erhöhen.
Das Ziel wird als Anteil der elektrisch betriebenen Produkte berechnet (inklusive Brennstoffzellen und anderer elektrischer Technologien), die jedes Jahr im Segment Industrial Trucks & Services bestellt werden (gemessen an Einheiten im Neugeschäft).
Das Ziel bezieht sich auf das THG-Emissionsreduktionsziel im SBTi-Engagement der KION Group und auf das IRO „Globale Elektrifizierung des Produktportfolios“. Die Zieldefinition fand in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Abteilungen und Vertretern der operativen Einheiten für das Handlungsfeld „Product and solution sustainability“ statt, wobei die angepasste Zielsetzung vom Vorstand der KION GROUP AG verabschiedet wurde.
Kennzahlen im Zusammenhang mit dem Klimawandel
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel werden im Folgenden die Kennzahlen zum Energieverbrauch, zu THG-Emissionen, Energiemix und zur Energieintensität sowie unternehmensspezifische Kennzahlen zu energieeffizienten Produkten dargelegt. In diesem Kontext werden Methoden und signifikante Annahmen sowie gegebenenfalls Schätzungen und Ergebnisunsicherheiten ausgeführt. Darüber hinaus werden Angaben zur Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, die über CO2-Zertifikate finanziert sind, sowie Angaben zur internen CO2-Bepreisung berichtet.
Kennzahlen zum Energieverbrauch, Energiemix und zur Energieintensität (E1-5)
Die Ermittlung der energiebezogenen Kennzahlen erfolgt analog zu den THG-Emissionen. Primär werden Energiedaten für die eigenen Aktivitäten der KION Group entsprechend der Unternehmensabgrenzung für die Ermittlung der THG-Emissionen gemäß GHG Protocol und dem Ansatz der operativen Kontrolle ermittelt und gesteuert. Dieser Ansatz bei den THG-Emissionen steht mit der für die Klimaziele und die SBTi-Selbstverpflichtung relevanten Zuordnung von Energieverbräuchen der KION Group im Einklang.
Für die Berechnung der Energiedaten verwendet die KION Group Umrechnungsfaktoren der „UK Government GHG Conversion Factors for Company Reporting“ (Department for Energy Security & Net-Zero [DESNZ] 2024). Die verwendeten Faktoren wurden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Fundierung, Verlässlichkeit und breiten Akzeptanz in internationalen Berichtsstandards ausgewählt.
Durch mögliche Fehler bei der Erfassung von Verbräuchen aller relevanten Energiequellen bei den Tochtergesellschaften, inklusive fehlender Messdaten, können Unsicherheiten in den Ergebnissen nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Zur Bestimmung der Energieintensität in klimaintensiven Sektoren gemäß ESRS wurde die NACE-Klassifikation genutzt, um die für die KION Group relevanten energieintensiven Sektoren zu identifizieren. Die Einheiten der KION Group wurden den entsprechenden NACE-Codes zugeordnet.
Die KION Group ist in den folgenden energieintensiven Sektoren tätig, die bei der Berechnung der Energieintensität gemäß ESRS berücksichtigt wurden:
-
NACE-Code 46 Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)
-
NACE-Code 28 Maschinenbau
-
NACE-Code 52 Lagerei sowie Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr
-
NACE-Code 27 Herstellung von elektrischen Ausrüstungen
in Megawattstunden (MWh) |
2025 |
2024 |
Veränderung |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamter Energieverbrauch nach Energiequellen (MWh) |
|
|
|
||||
(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen |
46.591 |
58.879 |
–20,9 % |
||||
(2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen |
239.778 |
245.060 |
–2,2 % |
||||
(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas |
129.406 |
122.015 |
6,1 % |
||||
(4) Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen |
– |
43 |
–100,0 % |
||||
(5) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen |
27.650 |
76.073 |
–63,7 % |
||||
(6) Gesamtverbrauch fossiler Energie (MWh) (Zeilen 1 bis 5) |
443.425 |
502.071 |
–11,7 % |
||||
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
70,7 % |
79,7 % |
– |
||||
(7) Verbrauch aus Kernkraftquellen (MWh) |
589 |
5.878 |
–90,0 % |
||||
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
0,1 % |
0,9 % |
– |
||||
(8) Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) |
4.491 |
2.499 |
79,7 % |
||||
(9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen [aktiv bezogen]2 |
168.736 |
116.380 |
45,0 % |
||||
(10) Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt |
10.290 |
3.365 |
> 100,0 % |
||||
(11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie (MWh) [aktiv bezogen]2 (Zeilen 8, 9 und 10) |
183.517 |
122.243 |
50,1 % |
||||
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) [aktiv bezogen]2 |
29,2 % |
19,4 % |
– |
||||
Gesamtenergieverbrauch (MWh) (Summe Zeilen 6, 7 und 11) |
627.531 |
630.191 |
–0,4 % |
||||
|
|
|
|
||||
Gesamtenergieverbrauch von Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren (MWh) |
623.346 |
624.189 |
–0,1 % |
||||
Energieintensität je Nettoumsatzerlöse im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren der KION Group (in MWh/Mio. €) |
61,4 |
54,3 |
13,2 % |
||||
|
|
|
|
||||
Erzeugung erneuerbarer Energie im eigenen Betrieb |
12.014 |
10.237 |
17,4 % |
||||
|
|||||||
Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen (E1-6)
Die Kennzahlen zu THG-Emissionen und die unternehmensspezifischen Kennzahlen für energieeffiziente Produkte werden im Folgenden gemäß ESRS E1-6 dargestellt.
Die Berechnung der THG-Emissionen in Scope 1, Scope 2 und Scope 3 erfolgt grundsätzlich gemäß den Leitlinien des „Greenhouse Gas Protocol Standards“. Berücksichtigt werden Geschäftseinheiten unter finanzieller Kontrolle, einschließlich finanziell unwesentlicher Tochtergesellschaften, sowie solche unter operativer Kontrolle.
Die Erfassung, Übermittlung und Überprüfung der THG-Emissionen der Tochtergesellschaften erfolgt jährlich unter Berücksichtigung von festgelegten Schwellenwerten auf Konzernebene. Für das Berichtsjahr 2025 gibt es keine wesentlichen Änderungen gegenüber 2024 hinsichtlich der Definition der einzubeziehenden Geschäftseinheiten der KION Group und der Abgrenzung ihrer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Die KION Group verwendet für die Berechnung oder Berichterstattung von THG-Emissionen keine Informationen von Unternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette, deren Berichtszeiträume von ihrem eigenen abweichen.
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Rückblickend |
|
Etappenziele und Zieljahre |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
2021 |
2024 |
2025 |
Veränderung |
2025 |
2030 |
(2050) |
Jährlich % des Ziels |
||||||||
Scope-1-Treibhausgasemissionen |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (t CO2eq) |
111.484 |
108.401 |
104.881 |
–3,2 % |
90.673 |
64.660 |
11.148 |
–4,7 % |
||||||||
Prozentsatz der Scope-1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) |
– |
20,5 % |
16,7 % |
– |
– |
– |
– |
– |
||||||||
Scope-2-Treibhausgasemissionen |
|
|
|
|
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||||||||
Scope-2-THG-Bruttoemissionen (standortbezogen) (t CO2eq) |
88.164 |
77.176 |
78.932 |
2,3 % |
– |
– |
– |
– |
||||||||
Scope-2-THG-Bruttoemissionen (marktbezogen) (t CO2eq) |
37.875 |
38.153 |
7.473 |
–80,4 % |
30.986 |
22.069 |
3.809 |
–4,7 % |
||||||||
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen2 |
|
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||||||||
Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen (t CO2eq) |
23.476.782 |
16.011.381 |
14.694.157 |
–8,2 % |
– |
– |
2.347.678 |
–2,4 % |
||||||||
(1) Erworbene Waren und Dienstleistungen |
3.096.120 |
2.824.664 |
2.576.952 |
–8,8 % |
– |
– |
309.612 |
– |
||||||||
(2) Investitionsgüter |
46.631 |
39.102 |
28.803 |
–26,3 % |
– |
– |
4.663 |
– |
||||||||
(3) Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) |
39.900 |
40.711 |
37.780 |
–7,2 % |
– |
– |
3.990 |
– |
||||||||
(4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb |
162.098 |
174.956 |
171.304 |
–2,1 % |
– |
– |
16.210 |
– |
||||||||
(5) Abfallaufkommen in Betrieben3 |
16.292 |
16.393 |
14.760 |
–10,0 % |
– |
– |
1.629 |
– |
||||||||
(6) Geschäftsreisen |
11.030 |
25.826 |
40.631 |
57,3 % |
– |
– |
1.103 |
– |
||||||||
(7) Pendelnde Mitarbeiter |
30.114 |
30.326 |
30.826 |
1,6 % |
– |
– |
3.011 |
– |
||||||||
19.764.107 |
12.556.215 |
11.469.884 |
–8,7 % |
17.568.095 |
14.823.080 |
1.976.411 |
–2,8 % |
|||||||||
(12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer |
189.502 |
118.853 |
136.509 |
14,9 % |
– |
– |
18.950 |
– |
||||||||
(15) Investitionen |
120.986 |
184.335 |
186.709 |
1,3 % |
– |
– |
12.099 |
– |
||||||||
THG-Emissionen insgesamt |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) (t CO2eq) |
23.676.430 |
16.196.957 |
14.877.970 |
–8,1 % |
– |
– |
– |
– |
||||||||
THG-Intensität (standortbezogen) je Nettoumsatzerlöse der KION Group (kt CO2eq/Mio. €) |
– |
1,4 |
1,3 |
– |
– |
– |
– |
– |
||||||||
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) (t CO2eq) |
23.626.141 |
16.157.934 |
14.806.511 |
–8,4 % |
21.304.159 |
18.524.241 |
2.352.807 |
–2,4 % |
||||||||
THG-Intensität (marktbezogen) je Nettoumsatzerlöse der KION Group (kt CO2eq/Mio. €) |
– |
1,4 |
1,3 |
– |
– |
– |
– |
– |
||||||||
Biogene CO2-Emissionen insgesamt |
|
|
|
|
|
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Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, nicht enthalten in Scope-1-THG-Emissionen |
735 |
715 |
3.549 |
396,2 % |
– |
– |
– |
– |
||||||||
Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, nicht enthalten in Scope-2-THG-Emissionen |
7.240 |
11.522 |
9.027 |
–21,7 % |
– |
– |
– |
– |
||||||||
Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse in der Wertschöpfungskette, nicht enthalten in Scope-3-THG-Emissionen3 |
– |
849.931 |
779.866 |
–8,2 % |
– |
– |
– |
– |
||||||||
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Scope-1-Treibhausgasemissionen
Die Emissionen aus stationären Verbrennungsprozessen, wie sie beispielsweise bei der Nutzung von Heizungen, Prozesswärme, Öfen und Generatoren entstehen, werden auf Basis der verbrauchten Brennstoffmengen berechnet. Die THG-Emissionen aus den mobilen Verbrennungsprozessen resultieren aus dem Kraftstoffverbrauch von Firmenfahrzeugen sowie Gabelstaplern auf den Betriebsgeländen der KION Group. Die Berechnung der Emissionen basiert auf den erfassten Kraftstoffmengen.
Für die Berechnung der THG-Emissionen in Scope 1 verwendet die KION Group Umrechnungs- und Emissionsfaktoren des DESNZ in der jeweils aktuellen Version. Die verwendeten Emissionsfaktoren wurden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Fundierung, Verlässlichkeit und breiten Akzeptanz in internationalen Berichtsstandards ausgewählt.
Scope-2-Treibhausgasemissionen
Die THG-Emissionen in Scope 2 werden auf Basis des eingekauften Strom-, Wärme- und Kälteverbrauchs in Produktionsstätten und Bürogebäuden ermittelt. Die KION Group berichtet THG-Emissionen in Scope 2 sowohl nach dem standortbezogenen (location-based) als auch marktbezogenen (market-based) Ansatz.
Die Berechnung der standortbezogenen Emissionen erfolgt auf Basis regionaler durchschnittlicher Emissionsfaktoren aus der EcoInvent-Datenbank. Die Berechnung von marktbezogenen THG-Emissionen erfolgt unter Berücksichtigung von Verträgen und emissionsspezifischen Lieferantenangaben. An Standorten mit Power Purchase Agreements (PPAs) und Herkunftsnachweisen werden die spezifischen Energiequellen herangezogen. In anderen Fällen basieren die Daten auf lieferantenspezifischen Informationen aus Strombezugsverträgen. In wenigen Fällen sind keine Angaben zu den Stromquellen bekannt. In diesem Fall werden Informationen des residualen Strommix des Standorts verwendet, der aus den Daten des „European Residual Mix“ der AIB (Association of Issuing Bodies) und Emissionsfaktoren aus der EcoInvent-Datenbank bezogen wird, die detaillierte Informationen zur Zusammensetzung regionaler Energiemixe bereitstellen. Für die Berechnung der THG-Emissionen aus eingekaufter Wärmeenergie nutzt die KION Group die Emissionsfaktoren des DESNZ in der jeweils aktuellen Version. Die verwendeten Emissionsfaktoren wurden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Fundierung, Verlässlichkeit und breiten Akzeptanz in internationalen Berichtsstandards ausgewählt.
Im Jahr 2025 entfielen 97,2 Prozent des von der KION Group eingekauften Stroms auf erneuerbare Energiequellen (Vorjahr: 73,8 Prozent). Über Herkunftsnachweise (ungebündelt) wurden 65,8 Prozent (Vorjahr: 45,5 Prozent) bezogen, während 31,4 Prozent (Vorjahr: 21,5 Prozent) gebündelt waren (21,1 Prozent aus PPAs (Vorjahr: 15,5 Prozent) und 10,3 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) aus Einzelhandelsverträgen für erneuerbaren Strom). Für die verbleibenden 2,8 Prozent des eingekauften Stroms bestehen keine Herkunftsnachweise (Vorjahr: 33,0 Prozent).
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen
Zur Bestimmung der relevanten Scope-3-Kategorien hat die KION Group eine THG-Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Diese Analyse wird insbesondere bei größeren organisatorischen Veränderungen aktualisiert und erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Richtlinien zur Neuberechnung von Emissionsdaten. Die folgenden Kategorien werden in der Bestimmung der Scope-3-THG-Emissionen aktuell nicht im Detail berücksichtigt, da sie als nicht wesentlich eingestuft wurden: 3.8 („Angemietete oder geleaste Sachanlagen“), 3.9 („Nachgelagerter Transport und Vertrieb“), 3.10 („Verarbeitung verkaufter Produkte“), 3.14 („Franchise“). Die Kategorie 3.13 („Nachgelagert verleaste Sachanlagen“) wird nicht separat ausgewiesen, sondern über den gesamten betrachteten Zeithorizont gemeinsam mit den verkauften Produkten und Lösungen in der Kategorie 3.11 („Nutzung verkaufter Produkte“) nach einheitlicher Berechnungsmethodik bilanziert. Dieser Vorgehensweise liegt die Annahme zugrunde, dass sich Nutzung und Lebensdauer beider Produktarten über den relevanten Zeitraum nicht wesentlich unterscheiden.
Kategorie |
Methodik |
|---|---|
3.1 Erworbene Waren und Dienstleistungen |
(1) Umfasst die Beschaffung aller Materialien, Produkte und Dienstleistungen, die sowohl direkt zur Produktion als auch indirekt Verwendung finden. Dazu gehört unter anderem der Einkauf von Stahl und Stahlkonstruktionen, Batterien, Ladegeräten, Motoren, Generatoren, Flurförderzeugen, Chemikalien, Schmierstoffen und technischen Gasen. |
(2) Ausgabenbasierte Berechnung, anhand von Werten einer internen, mit der Rechnungslegung verknüpften, KION Datenbank berücksichtigt. Emissionen, von Tochtergesellschaften, die nicht von der Datenbank abgedeckt werden, wurden geschätzt. |
|
(3) Für die Monate November und Dezember werden auf Grundlage der bis Oktober eines Berichtsjahres verfügbaren Einkaufsdaten Hochrechnungen vorgenommen. |
|
3.2 Investitionsgüter |
(1) Ausgabenbasierte Methode, die alle Investitionsgüter umfasst, unter anderem Maschinen, Gebäudekonstruktionen, Hardware, Betriebsmittel und Einrichtungen. |
(2) Da die interne Datenbank nicht alle Tochtergesellschaften der KION Group abdeckt, werden Schätzungen für THG-Emissionen vorgenommen. Die einbezogenen Emissionen entsprechen der Abgrenzung „Cradle to Gate“. |
|
(3) Hochrechnungen für die Monate November und Dezember werden auf Grundlage der bis Oktober eines Jahres verfügbaren Einkaufsdaten vorgenommen. |
|
3.3 Brennstoff- und energiebezogene Emissionen |
(1) Energieverbrauchsdaten werden auf Basis der Gesellschaftsdaten berechnet. Dieselben Daten dienten als Grundlage für die Berechnungen der THG-Emissionen in Scope 1 und 2. |
3.4 Vorgelagerter Transport und Verkehr |
(1) Mit einem ausgabenbasierten Ansatz berechnet werden ausschließlich Transportemissionen aus eingehenden und ausgehenden Transporten („Well-to-Wheel“ – WTW) berichtet, die mit den im Geschäftsjahr 2025 durchgeführten und von der KION Group bezahlten Transportaktivitäten verbunden sind. Dies umfasst allgemeine Logistik, Straßentransporte, intralogistische Dienstleistungen und Lagerung. |
(2) Hochrechnungen für die Monate November und Dezember werden auf Grundlage der bis Oktober eines Jahres verfügbaren Einkaufsdaten vorgenommen. |
|
3.5 Abfälle aus eigener Betriebstätigkeit |
(1) Berechnung basiert auf unternehmensspezifischen Abfalldaten der Standorte des Konzerns, unterteilt nach Abfallkategorien und Recyclingquoten. |
(2) Emissionen aus dem Recyclingprozess sind nicht enthalten. |
|
3.6 Geschäftsreisen |
(1) Abweichend vom Vorjahr werden die Treibhausgasemissionen aus Geschäftsreisen im Jahr 2025 nach einer ausgabenbasierten Methodik berechnet. Obwohl die Datenqualität bei dieser Methodik geringer und die Messunsicherheit höher ist, wurde die Änderung als akzeptabel angesehen, da Scope 3.6 weniger als 0,2 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der KION Group ausmacht. |
(2) Alle erfassten relevanten THG-Emissionen während der Transportnutzung werden nach dem Well-to-Wheel-Ansatz ermittelt. Emissionen aus Hotelübernachtungen liegen außerhalb der Mindestgrenze und sind nicht inkludiert. |
|
(3) Hochrechnungen für die Monate November und Dezember werden auf Grundlage der bis Oktober eines Jahres verfügbaren Einkaufsdaten vorgenommen. |
|
3.7 Pendeln der Beschäftigten |
(1) Regionenspezifisch nach dem Well-to-Wheel-Ansatz, auf Basis der Mitarbeiterzahl zum Geschäftsjahresende berechnet. Einbezogen wurden dabei die Regionen mit Standorten in West- und Osteuropa, im Nahen Osten und in Afrika, in Nord-, Mittel- und Südamerika, in APAC (ohne China) sowie in China. |
(2) Ausgewiesen sind alle relevanten THG-Emissionen aus der Fahrzeugnutzung der Mitarbeiter auf dem Arbeitsweg. Es wurden Annahmen zu Verkehrsmitteln (Auto, Fahrgemeinschaft, öffentlicher Nahverkehr, Fahrrad, zu Fuß) und durchschnittlichen Pendelstrecken getroffen. Emissionen durch Homeoffice liegen unterhalb der Mindestgrenze und sind nicht inkludiert. |
|
3.11 Nutzung verkaufter Produkte und 3.13 Nachgelagert verleaster Sachanlagen |
(1) KION ITS: Berechnung basierend auf Energieverbrauchsdaten, internen Quellen und Stückzahlen bestellter Flurförderzeuge. Berechnung umfasst sowohl direkte als auch indirekte Emissionen aus der Nutzungsphase entsprechend den Anforderungen der SBTi an die Bilanzierung von Emissionen aus der Nutzung von Fahrzeugen. |
(2) KION SCS: Für die Entwicklung des Referenzmodells wurde ein internes Berechnungstool verwendet, das anhand von Kundenspezifikationen, Erfahrungswerten und wissenschaftlich basierten technischen Parametern den Energieverbrauch von verkauften Anlagen abschätzt. Dabei wird aus dem abgestimmten Anlagenlayout abgeleitet, welche Fördergeräte in welchen Spezifikationen eingesetzt werden. Auf dieser Basis werden die daraus resultierenden Energieverbräuche über die Lebensdauer beziffert und über das zugehörige Preisgerüst den Umsatzerlösen gegenübergestellt. Es werden nur direkte Emissionen berichtet. |
|
(3) Es wurden geografisch spezifische Emissionsfaktoren verwendet, um den Strommix des Endkunden zu berücksichtigen (standortbezogen). Emissionsfaktoren für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden von dem DESNZ und für den Stromverbrauch während der Produktnutzung aus der Ecoinvent-Datenbank bezogen. |
|
3.12. Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende |
(1) KION ITS: Berechnung durchschnittlicher THG-Emissionen pro Produktkategorie, basierend auf Ökobilanzen repräsentativer Kategorien, die Informationen zur End-Of-Life-Behandlung enthalten. Verkaufs- und Auftragseingangsdaten werden aus internen Quellen und der WITS-Branchenstatistik bezogen. |
(2) KION SCS: Eine detaillierte Analyse ist aufgrund einer unzureichenden Datengrundlage aktuell nicht möglich. Daher wurden End-of-Life-Emissionen auf Datenbasis des ITS-Segments hochgerechnet und mithilfe von Umsatzzahlen geschätzt. |
|
3.15 Investitionen |
(1) Umfasst Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und weiteren Gesellschaften. |
(2) Berechnung basierend auf Vorjahresumsätzen der Beteiligungsunternehmen und dem entsprechenden Eigentumsanteil der Gesellschaften des Konzerns. Dieser Umsatz wird mit sektoren- und länderspezifischen Emissionsfaktoren und dem jeweiligen Eigentumsanteil der KION Group multipliziert. Anteilige Emissionen für Scope 1 und 2 dieser Beteiligungen werden im Einklang mit den Mindestanforderungen des GHG Protocol berücksichtigt. Scope-3-Emissionen von Beteiligungen, die Teil der Wertschöpfungskette der KION Group sind, werden in die Berichterstattung aufgenommen. |
Emissionsfaktoren für die Kategorien 3.1, 3.2 und 3.4 wurden zur Sicherstellung der Aktualität und des Detailgrads vom spezialisierten Marktanbieter „ctrl+s“ bezogen und stammen aus der Datenbank „matter+s“, Version 2.2 (2025). Weitere Bezugsquellen sind die Angaben der „UK Government GHG Conversion Factors for Company Reporting“ (DESNZ, 2025). Sie liegen den Berechnungen der Kategorien 3.3 (vorgelagerte direkte Energieträger), 3.6, 3.7, 3.11, 3.12 (für Diesel, LPG und CNG) und 3.13 zugrunde.
Die Ecoinvent-Datenbank liefert Emissionsfaktoren für die Kategorien 3.11 und 3.13 (standortbezogene Strom-Emissionsfaktoren), für nicht recycelte Materialien der Kategorie 3.5 sowie für vorgelagerte Emissionen aus eingekaufter indirekter Energie und Übertragungs- und Verteilungsverlusten der Kategorie 3.3. Verwendet wurde Ecoinvent Version 3.11 (2024).
Für die Berechnungen der Kategorie 3.15 werden Faktoren der Exiobase-Datenbank, Version 3 (2021) genutzt.
Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheit
Die Berechnungen der Kategorien 3.1 („Erworbene Waren und Dienstleistungen“), 3.2 („Investitionsgüter“), 3.4 („Vorgelagerter Transport und Vertrieb“) und 3.6 („Geschäftsreisen“) basieren auf Sekundärdaten und weisen daher eine inhärente Unsicherheit auf. Lieferantenspezifische Werte stehen aktuell nicht zur Verfügung, weshalb branchendurchschnittliche Emissionsfaktoren verwendet werden. Zur Verbesserung der Datengrundlage arbeitet die KION Group an der schrittweisen Erhebung lieferantenspezifischer Daten für wesentliche Teile der Ausgaben.
Weitere Schätzunsicherheiten ergeben sich aus dem Umgang mit Datenlücken. Für einzelne Zeiträume, Konzerngesellschaften und Einkaufskategorien fehlen belastbare Daten, sodass hier anhand von Durchschnittswerten eine Hochrechnung vorgenommen wird.
Für den Pendlerverkehr der Kategorie 3.7 („Pendeln der Beschäftigten“) liegen keine primären Messdaten vor. Stattdessen werden regional unterschiedliche statistische Werte herangezogen, um die Pendelleistung der Mitarbeitenden von KION abzuschätzen. Diese Werte basieren auf Durchschnittswerten aus relevanten Studien und können die tatsächlichen Emissionen nur näherungsweise wiedergeben.
Nachfolgend beschriebene Berechnungsmethoden wurden in Bezug auf Kategorie 3.11 („Nutzung verkaufter Produkte“) zugrunde gelegt. Grundsätzlich ist eine Berechnung im Segment Supply Chain Solutions aufgrund der projektspezifischen Unterschiede in Komponenten und Energieverbräuchen mit hohen Unsicherheiten verbunden. Auf Basis der Analyse von Projekten wurde daher ein durchschnittlicher Energieverbrauch für eine Anzahl an Referenzprojekten ermittelt. Dieser Verbrauchswert weist eine hohe Unsicherheit auf, da er im Wesentlichen auf Annahmen zur geplanten Nutzung beruht und nur Projekte aus der Region EMEA umfasst. Zusätzlich fehlen primäre Daten zum Strommix der Kunden, weshalb nationale durchschnittliche Netzstromfaktoren genutzt werden (standortbezogen). Dabei wird der aktuelle standortbezogene Strommix, einem konservativen Vorgehen folgend, für die gesamte Betriebsdauer angesetzt (Lebenszeit-Emissionsfaktoren), was eine Unsicherheit mit sich bringt, da in der Zukunft eventuell sinkende oder steigende Netzstromfaktoren nicht berücksichtigt werden. Zudem ist das Herunterbrechen des Energieverbrauchs aus den Referenzprojekten auf einen umsatzbezogenen Durchschnittswert eine starke Vereinfachung und mit einer hohen Unsicherheit behaftet.
Im Segment Industrial Trucks & Services resultieren wesentliche Unsicherheiten aus den geschätzten Betriebsstunden der Geräte, die je nach Einsatzgebiet und Nutzung erheblich variieren können. Weitere Unsicherheiten ergeben sich aus den Schätzungen des Lebenszyklus-Stromverbrauchs. Da keine primären Daten zum Strommix der Kunden vorliegen, werden nationale durchschnittliche Netzstromfaktoren verwendet (standortbezogen). Dabei wird der aktuelle standortbezogene Strommix, einem konservativen Vorgehen folgend, für die gesamte Betriebsdauer angesetzt (Lebenszeit-Emissionsfaktoren), was eine Unsicherheit mit sich bringt, da in der Zukunft eventuell sinkende oder steigende Netzstromfaktoren nicht berücksichtigt werden. Des Weiteren ist die Datenquelle WITS aufgrund des zeitlichen Verzugs mit Unsicherheiten behaftet, da diese Statistik den globalen Auftragseingang erfasst und die Anzahl der bestellten Fahrzeuge nicht auf den tatsächlichen Auslieferungszeitpunkt an den Kunden abstellt. Insgesamt ist dieser zeitliche Verzug für die Ermittlung der THG-Bilanzierung vernachlässigbar.
Im Rahmen der Berechnungen von Kategorie 3.12 („Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende“) basieren die End-of-Life-Emissionen (EOL) pro Fahrzeugkategorie im Segment Industrial Trucks & Services auf modellierten Durchschnittswerten, die sich aus der Ökobilanz der jeweiligen Fahrzeugkategorie ergeben.
Fahrzeugspezifische EOL-THG-Emissionen können daher nicht präzise angegeben werden. Im Segment Supply Chain Solutions fehlen Primärdaten, weshalb die EOL-THG-Emissionen umsatzbasiert aus den Daten des Segments Industrial Trucks & Services hochgerechnet werden.
Bezüglich der Kategorie 3.15 („Investitionen“) stehen für die THG-Emissionen von Investitionsobjekten und Unternehmensbeteiligungen keine Primärdaten zur Verfügung. Stattdessen werden branchenspezifische Scope-1- und Scope-2-Emissionsfaktoren verwendet, die mit den jeweiligen Umsätzen aus dem Vorjahr verrechnet werden.
Diese Annäherung spiegelt nicht die spezifischen Aktivitäten der Unternehmen wider, sondern repräsentiert statistische Durchschnittswerte der jeweiligen Branche.
Angaben zur Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate (E1-7), sowie Angaben zur internen CO2-Bepreisung (E1-8)
Im Geschäftsjahr 2025 etablierte die KION Group ein internes CO2‑Bepreisungssystem, das darauf ausgerichtet ist, die konzernweiten Netto‑Null‑Treibhausgasziele zu erreichen. Dieses System basiert auf einer internen CO2-Gebühr, die als Ausgleichsmechanismus zwischen den operativen Einheiten dient.
Ziel ist es, die Reduktionsziele für Scope-1- und Scope-2-Emissionen im jeweiligen Berichtszeitraum zu erreichen und Anreize für die Vermeidung zukünftiger Ausgaben zu schaffen. Das Bepreisungssystem gilt für Emissionen aus dem Stromverbrauch (Scope 2) und umfasst alle konsolidierten Tochtergesellschaften weltweit. Der zugrunde liegende CO2‑Preis orientiert sich dabei am Spotmarktpreis zum Zeitpunkt des Erwerbs von bilanziellen Grünstromzertifikaten (EACs). Damit wird ein an Marktpreisen ausgerichteter, annähernder Ansatz verfolgt, der die tatsächlichen Kosten angemessen widerspiegelt und energieeffiziente sowie treibhausgasmindernde Entscheidungen fördert. Die vom CO2‑Preismechanismus abgedeckte Scope-2-Emissionsmenge auf Basis der eingekauften Einsparungen aus Grünstrom betrug für den Gesamtkonzern im Geschäftsjahr 2025 16.803 t CO2eq; dies entsprach einem Anteil von 46,9 Prozent der gesamten Scope-2-Emissionen vor Berücksichtigung dieser Reduktion.
Im Berichtszeitraum hat die KION Group keine CO2-Gutschriften (Carbon Credits) bezogen. Zudem hat sich die KION Group im Zuge der Validierung ihrer Klimaziele dazu entschieden, auf eine Kommunikation von Klimaneutralitätsansprüchen („GHG Neutrality Claims“) zu verzichten.
Unternehmensspezifische Kennzahlen zu energieeffizienten Produkten
In Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen und Chancen im Zusammenhang mit energieeffizienten Produkten weist die KION Group die unternehmensspezifische Kennzahl „Anteil verkaufter elektrischer Fahrzeuge“ für das Segment Industrial Trucks & Services aus. Die Kennzahl ist mit dem jeweiligen strategischen Ziel verbunden und spiegelt sowohl potenzielle positive Auswirkungen (auf die nachgelagerte Reduzierung von THG-Emissionen) als auch Chancen im Zusammenhang mit einem stark elektrifizierten Produktportfolio wider. Im Berichtsjahr belief sich der Anteil verkaufter elektrischer Stapler im Segment Industrial Trucks & Services auf 92,6 Prozent (siehe hierzu „Strategieziele und Zielerreichung im Geschäftsjahr 2025“).
Die Berechnung beruht auf den Stückzahlen der monatlich erfassten Auftragseingänge im Neugeschäft und gilt als repräsentativ für die Anzahl der verkauften Fahrzeuge. Dabei werden die bestellten Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben im Segment Industrial Trucks & Services ins Verhältnis zum gesamten Bestellvolumen des Segments für das Gesamtjahr gesetzt. Die Daten zum Auftragseingang werden von den Tochtergesellschaften in den Regionen und Marken konzernweit gemeldet und im Rahmen von Marktforschungsanalysen durch eine Software konsolidiert. Die bestellten Flurförderzeuge werden gemäß den WITS der Fédération Européenne de la Manutention (FEM) nach Produktklassen aufgeteilt und das Volumen der bestellten elektrischen Stapler wird anhand dieser Kategorien ermittelt.