Gesamt­wirtschaftliche und branchen­bezogene Rahmen­bedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Laut der im Juli 2026 veröffentlichten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2026 weiter abschwächen. Nach einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent im Jahr 2025 erwartet der IWF für das Jahr 2026 einen Rückgang auf lediglich 3,0 Prozent. Die Prognose liegt damit geringfügig unter der im April 2026 veröffentlichten Erwartung von 3,1 Prozent. Die leichte Abschwächung der globalen Wachstumsdynamik ist vor allem auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Mittleren Osten zurückzuführen. Gleichzeitig wird die globale Konjunktur durch den anhaltenden Aufschwung im Technologiesektor gestützt, der auf die Weiterentwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz und ihre zunehmende Anwendung zurückzuführen ist.

Die globale Inflation wird nach 4,1 Prozent im Vorjahr für das Jahr 2026 mit durchschnittlich 4,7 Prozent erwartet (IWF, Juli 2026). Insbesondere höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise wirken inflationstreibend. Aufgrund des gestiegenen Preisdrucks erwartet der IWF keine nennenswerte Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbanken.

Für die entwickelten Volkswirtschaften wird für das Jahr 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent prognostiziert (Vorjahr: 1,9 Prozent). Das Wachstum in der Eurozone wird mit voraussichtlich 0,9 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent) weiterhin gedämpft bleiben, während die Wirtschaft in den USA trotz anhaltenden Inflationsdrucks mit 2,3 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau von 2,1 Prozent erwartet wird. Hier wirken insbesondere Investitionen in KI-Technologien sowie fiskalische Impulse stabilisierend. Die Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird voraussichtlich um 3,8 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) wachsen. Für China erwartet der IWF einen Wachstumsrückgang auf 4,6 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent). Belastend wirken insbesondere höhere globale Energiepreise sowie anhaltende Unsicherheiten und strukturelle Faktoren, die die wirtschaftliche Aktivität dämpfen (IWF, Juli 2026).

Branchenbezogenes Umfeld

Absatzmärkte

Die Bestellzahlen im globalen Markt für Flurförderzeuge lagen nach Einschätzung von KION im ersten Halbjahr 2026 oberhalb der Vergleichswerte des Vorjahres. Offizielle Angaben zur Entwicklung des Gesamtmarktes für Flurförderzeuge für das zweite Quartal 2026 lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts allerdings noch nicht vor.

Im ersten Quartal 2026 legten die weltweiten Bestellzahlen nach offiziellen Angaben (World Industrial Trucks Statistics, Juli 2026) deutlich zu. In der Region EMEA entwickelten sich die Neubestellungen signifikant über dem Vorjahr. Daneben wurde in den Regionen APAC und Americas ein deutliches Wachstum verzeichnet. Bei den Gegengewichtsstaplern lagen die weltweiten Bestellzahlen deutlich über dem Vorjahresniveau. Lagertechnikgeräte wiesen – trotz marginalen Rückgangs der Nachfrage nach Einstiegsgeräten – ein signifikantes Wachstum auf. Wegen des niedrigeren Durchschnittspreises von Lagertechnikgeräten im Vergleich zu Gegengewichtsstaplern gibt das Wachstum bei den globalen Bestellzahlen nicht die wertmäßige Entwicklung des Marktes wieder (World Industrial Trucks Statistics, Juli 2026). Der Gesamtmarkt für Flurförderzeuge gemessen am wertmäßigen Auftragseingang hat sich im Berichtszeitraum nach Einschätzung von KION entsprechend unterhalb des Wachstums der Bestellzahlen entwickelt.

Der Weltmarkt für Lagerautomatisierungslösungen, gemessen am Auftragseingang im Projektgeschäft, ist nach Einschätzung von KION und gestützt durch Erhebungen des Marktforschungsinstituts Interact Analysis im ersten Halbjahr 2026 spürbar gewachsen. Positiv auf die Nachfrage wirkten sich verstärkte Investitionen in automatisierte Distributionszentren und Lagerkapazitäten sowie die Modernisierung bestehender Lagerhäuser aus. Aufgeschobene Projekte aus dem Vorjahr materialisierten sich zunehmend in neuen Aufträgen, begleitet von einer gestiegenen Investitionsbereitschaft. Gleichzeitig führten zunehmende geopolitische Unsicherheiten aufgrund des Iran-Kriegs zu verzögerten Investitionsentscheidungen und nachlassender Projekttätigkeit in der Konfliktregion (Interact Analysis, Juni 2026).

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