Insgesamt erhöhten sich die kurz- und langfristigen Schulden zum Bilanzstichtag um 4.232,6 Mio. € auf 8.824,2 Mio. €. Neben der Akquisitionsfinanzierung führten auch die latenten Steuerschulden im Zusammenhang mit der vorläufigen Kaufpreisallokation der Dematic zum Anstieg der Passivseite. In den langfristigen Schulden in Höhe von 6.151,7 Mio. € (Vorjahr: 2.860,0 Mio. €) sind passive latente Steuern von 905,3 Mio. € enthalten (Vorjahr: 302,7 Mio. €). > TABELLE 026
(Verkürzte) Bilanz |
026 |
in Mio. € |
2016 |
in % |
2015 |
in % |
Veränderung |
Langfristige Vermögenswerte |
9.004,6 |
79,3 % |
4.810,3 |
74,7 % |
87,2 % |
Kurzfristige Vermögenswerte |
2.354,6 |
20,7 % |
1.629,9 |
25,3 % |
44,5 % |
Summe Aktiva |
11.359,2 |
– |
6.440,2 |
– |
76,4 % |
Eigenkapital |
2.535,1 |
22,3 % |
1.848,7 |
28,7 % |
37,1 % |
Langfristige Schulden |
6.151,7 |
54,2 % |
2.860,0 |
44,4 % |
> 100 % |
Kurzfristige Schulden |
2.672,5 |
23,5 % |
1.731,5 |
26,9 % |
54,3 % |
Summe Passiva |
11.359,2 |
– |
6.440,2 |
– |
76,4 % |
Finanzschulden
Durch die Inanspruchnahme des Brückenkredits sind die bilanziellen Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2015 (676,5 Mio. €) deutlich auf 3.183,0 Mio. € angestiegen. Nach Abzug der Flüssigen Mittel in Höhe von 279,6 Mio. € beliefen sich die Netto-Finanzschulden auf 2.903,4 Mio. € nach 573,5 Mio. € zum Jahresende 2015. Dies entsprach dem 3,1-Fachen (Vorjahr: 0,7-Fache) des bereinigten EBITDA im Berichtsjahr 2016. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Dematic lediglich mit einem Ergebnisbeitrag von zwei Monaten im EBITDA enthalten ist. Die Tilgung soll in den folgenden Geschäftsjahren unter anderem aus dem operativen Cashflow erfolgen.
Die langfristige Fremdfinanzierung nach Abzug von Kreditbeschaffungskosten nahm gegenüber dem Bilanzstichtag 2015 (557,2 Mio. €) auf 2.889,1 Mio. € zu. Der Brückenkredit wurde zum Bilanzstichtag vollständig als langfristige Finanzverbindlichkeit eingestuft. Eine Tranche (343,2 Mio. €) ist im Februar 2018 fällig, eine weitere (1.200,0 Mio. €) im November 2018 und die dritte Tranche (1.000,0 Mio. €) im November 2021. Die festlaufende Tranche des SFA mit einer Laufzeit bis Februar 2019 wurde in voller Höhe (350,0 Mio. €) in Anspruch genommen. Die zum Jahresende 2015 noch enthaltene Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 450,0 Mio. € war zusammen mit der alten revolvierenden Kreditlinie bereits im Februar 2016 vollständig abgelöst worden. Die nicht genutzte freie Kreditlinie des SFA summierte sich zum 31. Dezember 2016 auf 924,7 Mio. € bzw. – einschließlich der frei verfügbaren Flüssigen Mittel – auf 1.200,8 Mio. €. Die KION Group arbeitet kontinuierlich an der Optimierung ihrer Konzernfinanzierung (vgl. hierzu Textziffer [50] im Konzernanhang). > TABELLE 027
Netto-Finanzschulden |
|
|
027 |
in Mio. € |
2016 |
2015 |
Veränderung |
Anleihe (2013/2020) – festverzinslich (brutto) |
– |
450,0 |
–100,0 % |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (brutto) |
3.188,6 |
225,9 |
> 100 % |
Sonstige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten |
7,2 |
6,2 |
16,7 % |
./. Kreditbeschaffungskosten |
–12,9 |
–5,5 |
<–100 % |
Finanzverbindlichkeiten |
3.183,0 |
676,5 |
> 100 % |
./. Flüssige Mittel |
–279,6 |
–103,1 |
<–100 % |
Netto-Finanzschulden |
2.903,4 |
573,5 |
> 100 % |
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Die KION Group unterstützt in vielen Ländern Pensionspläne, die den gesetzlichen Anforderungen, der national gängigen Praxis und der Situation in den jeweiligen Staaten entsprechen. Dabei handelt es sich um leistungsorientierte Pensionspläne, beitragsorientierte Pensionspläne und gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen leistungsorientierter Pensionspläne insgesamt 991,0 Mio. €. Der Anstieg gegenüber dem Jahresendwert 2015 (798,0 Mio. €) ist zum einen auf die Einbeziehung der Pensionsrückstellungen von Dematic in Höhe von 87,7 Mio. € zurückzuführen. Zum anderen erhöhten sich die Pensionsrückstellungen infolge eines niedrigeren Zinsniveaus. Sie betreffen zu einem überwiegenden Teil Pensionspläne in Deutschland. Nach Abzug der Vermögenswerte aus Pensionen in Höhe von 12,3 Mio. € verbleibt eine Nettoverpflichtung von 978,7 Mio. € (Vorjahr: 767,8 Mio. €).
Beiträge zu ganz oder teilweise über Fonds finanzierten Pensionsplänen werden wie erforderlich eingezahlt, um über ausreichende Vermögenswerte zu verfügen und damit die zukünftigen Pensionszahlungen an die Teilnehmer der Pensionspläne erfüllen zu können. Diese Beiträge werden durch Faktoren wie beispielsweise Finanzierungsstatus, rechtliche und steuerliche Erwägungen und lokale Besonderheiten bestimmt. Die KION Group leistete im Jahr 2016 Zahlungen im Zusammenhang mit den wesentlichen Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 20,6 Mio. €, die sich aus 13,9 Mio. € an direkten Pensionszahlungen und 6,6 Mio. € an Arbeitgeberbeiträgen zum Planvermögen zusammensetzten. Aus Übertragungen an externe Versorgungsträger resultierten Zahlungen in Höhe von 0,1 Mio. €.
Weitere Erläuterungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
Leasingverbindlichkeiten
Das im Berichtsjahr erneut gewachsene langfristige Leasinggeschäft mit Endkunden führte zu einem entsprechend höheren Refinanzierungsbedarf. Die Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Geschäften zur Refinanzierung des langfristigen Leasinggeschäfts für Endkunden nahmen wachstumsbedingt auf 1.007,2 Mio. € (Ende 2015: 855,6 Mio. €) zu. Davon betrafen 722,0 Mio. € langfristige und 285,2 Mio. € kurzfristige Leasingverbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten aus der Kurzfristmietflotte sowie aus Beschaffungsleasing werden in den Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Konzernanhang, Textziffer [34]). Zum Jahresultimo 2016 waren Verbindlichkeiten in Höhe von 440,0 Mio. € (Vorjahr: 403,2 Mio. €) zur Finanzierung der Kurzfristmietflotte über Sale-and-Leaseback-Geschäfte enthalten. Ebenfalls ausgewiesen sind Verbindlichkeiten aus Restwertgarantien in Höhe von 16,7 Mio. € (Vorjahr: 17,8 Mio. €). Die Restwertgarantien wurden im Zusammenhang mit dem Verkauf von Vermögenswerten an Leasinggesellschaften gegeben, bei denen der garantierte Betrag mehr als 10,0 Prozent des beizulegenden Zeitwerts des betroffenen Vermögenswerts beträgt.
Eigenkapital
Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Jahresultimo 2015 (1.848,7 Mio. €) um 686,4 Mio. € auf 2.535,1 Mio. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die im Juli 2016 durchgeführte Kapitalerhöhung (457,3 Mio. €) sowie auf das positive Konzernergebnis (246,1 Mio. €) zurückzuführen. Negativ wirkte sich das weiterhin niedrige Zinsniveau bei den Pensionen aus, wodurch sich das Eigenkapital um 50,1 Mio. € verringerte. Weitere positive erfolgsneutrale Effekte (+109,1 Mio. €; davon +110,4 Mio. € aus der Währungsumrechnung) sowie die Dividendenzahlung (–76,0 Mio. €) erhöhten insgesamt das Eigenkapital um 33,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresultimo bei 22,3 Prozent (Ende 2015: 28,7 Prozent).