Die Produkte der KION Group, insbesondere die der Premiummarken Linde und STILL, setzen Maßstäbe in Sachen Sicherheit. Neben der Norm ISO 3691, welche die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Fahrzeuge regelt, finden in Europa weitere Gesetze und Vorgaben Anwendung: von Richtlinien zur elektromechanischen Verträglichkeit und dem Explosionsschutz über die Outdoor Noise Directive zum Lärmschutz bis hin zur Straßenverkehrsordnung.
Weltweit setzen die jeweiligen nationalen Gesetze den Rahmen, der jeweils zuständige Vertriebsbereich ist für die Einhaltung verantwortlich. Zudem wird jede Betriebsanleitung mit einem Hinweis auf die Befolgung nationalen Rechts ausgegeben.
Die KION Group geht jedoch über diese gesetzlichen Anforderungen hinaus. Zahlreiche Tests und Versuchsreihen mit Fahrzeugen der KION Group sollen ein Höchstmaß an Sicherheit für Bediener und Umfeld gewährleisten. Neben Verfahren wie etwa der Simulation verschiedener Fahrsituationen oder Belastungstests, bei denen Gewichte auf das Dach des Flurförderzeugs fallen gelassen werden, kommen im Produktentwicklungsprozess auch selbst entwickelte Testverfahren zum Einsatz, mit zum Teil deutlich höheren Anforderungen, als in den einschlägigen Standards formuliert.
So entstehen Sicherheitslösungen, bei denen der Bediener des Flurförderzeugs stets im Mittelpunkt steht. Aktive und passive Sicherheitssysteme bieten ein Maximum an Sicherheit und vermindern Unfallrisiken.
Assistenzsysteme, die sowohl bei Linde (Safety Pilot, Speed Assist) als auch bei STILL (OPTISAFE, OPTISPEED 4.0) im Angebot sind, unterstützen den Fahrer in kritischen Situationen und schließen menschliches Versagen bei der Bedienung weitgehend aus. Hinzu kommen umfangreiche Sicherheitspakete, durch die sich die Fahrzeuge optimal an die unterschiedlichen Einsatzbereiche anpassen lassen. Die Palette reicht hier von Warnleuchten und Zusatzscheinwerfern über Panoramaspiegel, Lastschutzgitter und Gitterschutzdächer bis hin zu Warnsystemen wie Linde TruckSpot bzw. STILL BlueSpot, die optische Signale vor den Stapler projizieren und somit helfen, Kollisionen zu verhindern.
Die operativen Einheiten arbeiten kontinuierlich an der Ergänzung und Weiterentwicklung der Systeme. So hat STILL im Jahr 2018 beispielsweise mit dem neuen Kommissionierstapler MX-X auch die Funktion Rescue Alert eingeführt. Das System gibt einen Alarm an die Umgebung ab, wenn der Fahrer auf großer Höhe unbeobachtet kollabiert ist, sodass möglicherweise lebensrettende Maßnahmen sehr zeitnah erfolgen können. Linde hat 2018 die Palette der bestehenden Assistenzsysteme um den Safety Guard erweitert. Das System warnt Fahrzeugbediener und Fußgänger im direkten Fahrzeugumfeld durch Töne, blinkende LEDs oder Vibrationen. So werden Gefahrensituationen entschärft, bevor es zu Unfällen kommt.
Im Segment Supply Chain Solutions spielen Sicherheitsaspekte bei der Entwicklung innovativer Logistiklösungen von Dematic eine wichtige Rolle. Denn intelligente Steuerungssoftware erhöht nicht nur die Effizienz, sondern hilft auch, durch optimierte Koordination und Steuerung Gefährdungssituationen zu vermeiden. Nach der Installation der Supply-Chain-Lösung steht Dematic den Kunden für alle Optimierungsbelange in Sachen Sicherheit zur Seite.
Im Berichtsjahr hat Dematic weitere Fortschritte in Sachen Produktsicherheit gemacht. So wurde eine Safety-Schaltung für das Dematic Multishuttle entwickelt, die die Wartung der Shuttles bei fortgeführter Stromversorgung ermöglicht. Dabei sorgt die Schaltung dafür, dass die Shuttle-Achsen unbeweglich sind und eine sichere Wartungsarbeit möglich ist. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten ist das Shuttle dank der neuen Technologie sofort wieder einsatzfähig.