Ergebnis­entwicklung und Rentabilität

EBIT und EBITDA

KION erzielte im ersten Quartal 2026 ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 176,9 Mio. €. Der negative Wert des Vorjahres (−21,8 Mio. €) war deutlich belastet durch die Aufwendungen aus dem mittlerweile abgeschlossenen Effizienzprogramm zur Stärkung der langfristigen Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit (im Folgenden „Effizienzprogramm“). Diese hatten sich in den Umsatzkosten und den sonstigen Funktionskosten wesentlich ausgewirkt.

Im Vergleich zum Vorjahr (672,9 Mio. €) nahm dementsprechend das Bruttoergebnis vom Umsatz wieder spürbar auf 717,0 Mio. € zu. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten normalisierten sich im Berichtsquartal und gingen deutlich um 23,6 Prozent bzw. 29,3 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahreswerten zurück.

Die Position „Sonstige“ in Höhe von −1,2 Mio. € (Vorjahr: 16,6 Mio. €) umfasste hauptsächlich Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskursdifferenzen, die sich im Vorjahr deutlich positiver auswirkten.

(Verkürzte) Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

Q1
2026

Q1
2025

Veränderung

Umsatzerlöse

2.771,4

2.788,1

−0,6 %

Umsatzkosten1

−2.054,4

−2.115,2

2,9 %

Bruttoergebnis vom Umsatz1

717,0

672,9

6,6 %

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten1

−483,0

−632,2

23,6 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

−55,9

−79,0

29,3 %

Sonstige

−1,2

16,6

< −100,0 %

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

176,9

−21,8

> 100,0 %

Finanzergebnis

−35,8

−37,3

4,1 %

Ergebnis vor Ertragsteuern

141,1

−59,1

> 100,0 %

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

−48,9

12,2

< −100,0 %

Konzernergebnis

92,2

−46,9

> 100,0 %

1

Mit Wirkung zum 01.01.2026 wurden die Kriterien für die Kostenzuordnung zu den Funktionsbereichen geändert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst

Insgesamt waren in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Einmal- und Sondereffekte in Höhe von −7,1 Mio. € (Vorjahr: −194,3 Mio. €) sowie Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von −21,2 Mio. € (Vorjahr: −23,0 Mio. €) erfasst. Die auf das Effizienzprogramm entfallenden Einmal- und Sondereffekte beliefen sich im ersten Quartal des Vorjahres auf 191,5 Mio. €, während im laufenden Geschäftsjahr nachträgliche Aufwendungen in Höhe von 5,2 Mio. € anfielen.

Das um Einmal- und Sondereffekte sowie um Effekte aus Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg im ersten Quartal 2026 spürbar auf 205,2 Mio. € (Vorjahr: 195,5 Mio. €). Ein wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung waren die zunehmend wirksam werdenden Einspareffekte aus dem Effizienzprogramm sowie die niedrigere Bewertung der langfristigen variablen Vergütung durch den Rückgang des KION Aktienkurses. Die EBIT-Marge bereinigt des Konzerns verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 7,0 Prozent auf 7,4 Prozent.

EBIT

in Mio. €

Q1
2026

in % vom Umsatz

Q1
2025

in % vom Umsatz

EBIT

176,9

6,4 %

−21,8

−0,8 %

Bereinigung nach Funktionskosten:

 

 

 

 

+ Umsatzkosten

8,8

0,3 %

45,2

1,6 %

+ Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

20,1

0,7 %

156,6

5,6 %

+ Forschungs- und Entwicklungskosten

0,0

0,0 %

15,4

0,6 %

+ Sonstige

−0,7

−0,0 %

0,2

0,0 %

EBIT bereinigt

205,2

7,4 %

195,5

7,0 %

bereinigt um Einmal- und Sondereffekte

7,1

0,3 %

194,3

7,0 %

bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen

21,2

0,8 %

23,0

0,8 %

Das EBITDA des Konzerns stieg im ersten Quartal auf 465,8 Mio. € (Vorjahr: 264,6 Mio. €). Ohne Berücksichtigung von Einmal- und Sondereffekten erhöhte sich ebenfalls das EBITDA bereinigt auf 472,4 Mio. € (Vorjahr: 459,0 Mio. €). Dies entsprach einer EBITDA-Marge bereinigt in Höhe von 17,0 Prozent (Vorjahr: 16,5 Prozent).

EBITDA

in Mio. €

Q1
2026

in % vom Umsatz

Q1
2025

in % vom Umsatz

EBITDA

465,8

16,8 %

264,6

9,5 %

Bereinigung nach Funktionskosten:

 

 

 

 

+ Umsatzkosten

0,1

0,0 %

34,8

1,2 %

+ Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

7,7

0,3 %

144,0

5,2 %

+ Forschungs- und Entwicklungskosten

0,0

0,0 %

15,3

0,5 %

+ Sonstige

−1,1

−0,0 %

0,2

0,0 %

EBITDA bereinigt

472,4

17,0 %

459,0

16,5 %

bereinigt um Einmal- und Sondereffekte

6,6

0,2 %

194,3

7,0 %

bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen

0,0 %

0,0 %

ROCE

Die Rendite des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed – ROCE) als Verhältnis von EBIT bereinigt zum eingesetzten Kapital bewegte sich zum Ende des ersten Quartals 2026 mit 7,9 Prozent unterhalb des Niveaus zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt (8,4 Prozent). Ursächlich hierfür war die niedrigere Ergebnisentwicklung auf Basis der letzten zwölf Monate.

Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE)

in Mio. €

31.03.2026

31.03.2025

EBIT bereinigt für die letzten zwölf Monate

798,3

886,0

Durchschnittlich eingesetztes Kapital der letzten fünf Quartalsstichtage1

10.166,7

10.509,6

 

 

 

Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE)

7,9 %

8,4 %

1

Das durchschnittlich eingesetzte Kapital besteht aus dem Net Working Capital sowie den Bilanzposten „Geschäfts- oder Firmenwerte“, „Sonstige immaterielle Vermögenswerte“, „Leasingvermögen“, „Mietvermögen“, „Sonstige Sachanlagen“, „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ abzüglich „Sonstiger Rückstellungen“ und „Sonstiger Verbindlichkeiten“

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis als Saldo der Finanzerträge und ‑aufwendungen verbesserte sich im ersten Quartal 2026 auf −35,8 Mio. € (Vorjahr: −37,3 Mio. €). Wesentliche Veränderungen betrafen unter anderem die Zinsaufwendungen aus Finanzschulden, die sich durch die im Durchschnitt gesunkene Verschuldung auf −10,9 Mio. € (Vorjahr: −14,8 Mio. €) reduzierten. Daneben stieg das Nettozinsergebnis aus dem Leasing- und Kurzfristmietgeschäft deutlich auf −6,3 Mio. € (Vorjahr: −15,1 Mio. €), während die zu Sicherungszwecken für das Leasinggeschäft eingesetzten Zinsderivate zu realisierten Netto-Zinsaufwendungen von −1,8 Mio. € (Vorjahr: Netto-Zinserträge von 5,1 Mio. €) führten. Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskursdifferenzen schlugen im Finanzergebnis mit netto −3,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) zu Buche.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Konzern angefallenen Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen im Berichtszeitraum −48,9 Mio. €, während sich im Vorjahr aufgrund des Vorsteuerverlusts ein positives Steuerergebnis (12,2 Mio. €) ergab. Die effektive Steuerquote des Konzerns belief sich auf 34,7 Prozent (Vorjahr: 20,6 Prozent); die niedrige Quote des Vorjahresquartals war durch die Effekte aus dem Effizienzprogramm beeinflusst.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis belief sich in den ersten drei Monaten 2026 auf 92,2 Mio. € und lag somit deutlich über dem Vergleichswert 2025 (−46,9 Mio. €), der durch die Einmal- und Sondereffekte aus dem Effizienzprogramm erheblich belastet war. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Aktienanzahl von 131,1 Mio. Stückaktien (Vorjahr: 131,1 Mio. Stückaktien) erhöhte sich das auf die Aktionäre der KION GROUP AG entfallende unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,69 € (Vorjahr: −0,36 €).

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